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Großangelegte Anti-Terror-Übung am Nürnberger Hauptbahnhof | BR24

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Bei einer großangelegten Anti-Terror-Übung mit mehr als 1.000 Teilnehmern wird heute Nacht am Nürnberger Hauptbahnhof der Ernstfall unter realistischen Bedingungen geprobt.

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Großangelegte Anti-Terror-Übung am Nürnberger Hauptbahnhof

Wie spielen verschiedene Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Bahn im Falle eines terroristischen Anschlags zusammen? Mit einer großangelegten Übung wird heute Nacht am Nürnberger Hauptbahnhof der Ernstfall geprobt.

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Bei einer großangelegten Übung mit mehr als 1.000 Teilnehmern wird heute Nacht am Nürnberger Hauptbahnhof der Ernstfall unter realistischen Bedingungen geprobt. Die Bundespolizei in München und die mittelfränkische Polizei teilen mit, dass unterschiedliche fiktive terroristische Anschlagsszenarien durchgespielt werden sollen.

Realitätsnahes Anschlagsszenario

Beteiligt an der Übung sind neben der Bundespolizei und dem Polizeipräsidium Mittelfranken auch die Deutsche Bahn, die VAG, die Stadt Nürnberg, die Berufsfeuerwehr sowie die Rettungsdienste. Trainiert wird realitätsnah das Vorgehen gegen terroristische Täter sowie die Rettung und Versorgung Verletzter und das Zusammenspiel der unterschiedlichen Akteure bei einer komplexen und lebensbedrohlichen Einsatzlage. Dabei werden auch Übungsmunition und als Verletzte geschminkte Statisten eingesetzt. Außerdem werden auch – gespielte – Hilferufe zu hören sein, um eine möglichst realistische Geräuschkulisse zu erwecken. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nach Angaben der Polizei nicht.

Behinderungen rund um und im Bahnhof

Aufgrund der großangelegten Übung werden heute Nacht in der Zeit von 20.30 Uhr bis 5.00 Uhr die West-und Mittelhalle des Hauptbahnhofs, das Ober- und Untergeschoss sowie die Bahnsteige 1 bis 5 für die Öffentlichkeit gesperrt. Außerdem sind die Eilgutstraße (bis 6.00 Uhr), die Celtisunterführung (bis 6.00 Uhr) und der südliche Teil des Bahnhofsvorplatzes gesperrt (Fahrtrichtung Ost, von 19.00 Uhr bis 06.00 Uhr. Die Fahrtrichtung West des Bahnhofsplatzes ist während der gesamten Nacht befahrbar).

Busse statt S-Bahnen

Der Zugang zu den Gleisen ist dann nur noch über die Osthalle und den Südostausgang möglich. Ausfallende S-Bahnen sollen durch Busse ersetzt werden, die vor der Ostseite des Bahnhofplatzes auf Höhe der Post-Großbaustelle abfahren. Der U-Bahnverkehr ist von den Sperrungen nicht betroffen, so die Polizei. Reisende sollen auch auf die Informationen über Lautsprecher hören. Außerdem wird die Polizei einen zweisprachigen Informations-Flyer am Bahnhof verteilen.

Bürgertelefon und Infos über Soziale Medien

Wer Fragen zu der Anti-Terror-Übung hat, kann sich an ein speziell eingerichtetes Bürgertelefon richten, das noch bis morgen um 8:00 Uhr, besetzt sein soll. Die Rufnummer ist 0911 / 20 55 51-107. Aktuelle Informationen gibt es über Twitter @bpol_by und @PolizeiMFR sowie über Facebook @polizeimittelfranken und Instagram polizeimfr.