Klinikbetrieb (Symbolbild)
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Größer und moderner: Neubau des Klinikums Straubing eröffnet

Mehr Platz, neue Technik und bessere Notfallversorgung: Das Klinikum Straubing eröffnet seinen Neubau. Rein technisch ist das Klinikum damit gut aufgestellt. Eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft steht aber noch bevor.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Niederbayern am .

Am Klinikum Straubing findet am Freitagnachmittag die Eröffnungsfeier des Klinikum-Erweiterungsbaus statt. 80 Millionen Euro beträgt das Investitionsvolumen für den Neubau, welcher durch den Freistaat Bayern gefördert wurde. Vor Ort sind in Straubing am Nachmittag unter anderem Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Verkehrsminister Christian Bernreiter (beide CSU).

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Vier medizinische Bereiche neugebaut

Neben dem neuen Eingangsbereich mit Cafeteria für die Patientinnen und Patienten sind zusätzlich vier medizinische Bereiche neugebaut worden, darunter ein Herzkatheter-Labor mit 24-Stunden-Rufbereitschaft. Dadurch werde die Notfallversorgung in der Region sichergestellt, so Chefarzt Sebastian Maier. Zudem könne jederzeit zum Beispiel auch auf eine Art "Kunstherz" zur Überbrückung zurückgegriffen werden. Des Weiteren gibt es eine neue neurologische Station sowie neue Technik in der Nuklearmedizin.

Intensivstation mit "mehr Privatsphäre und Zuwendung"

Besonders die neue Intensivstation mit 20 Betten wird künftig zur Verbesserung der Versorgungssituation beitragen, so der stellvertretende Pflegedirektor Hubert Langmantl zum BR: "Ab jetzt gibt es dort nur noch Einbettzimmer, wo vorher Zweibettzimmer waren. Dadurch entsteht mehr Raum für Privatsphäre und Zuwendung, was in der Pflege sehr wichtig ist."

Fachkräftemangel am Klinikum spürbar

Langmantl sagt, mit dem Ausbau könne das Klinikum Straubing die medizinische Versorgung für die Region weiter gewährleisten. Aber auch hier sei der generelle Fachkräftemangel spürbar. Eine der wichtigsten Herausforderung für die nahe Zukunft sei es, Personal zu rekrutieren. Das Klinikum Straubing erhielt 2020 vom Freistaat Bayern die Anerkennung der höchsten von drei Stufen der Notfallversorgung. Damit ist es eines von deutschlandweit nur circa 100 Krankenhäusern in dieser Kategorie.

Durch den Erweiterungsbau sollen die Kapazitäten des St.-Elisabeth-Klinikums ausgebaut werden. Endgültig abgeschlossen soll der Klinikumsausbau in zwei Jahren sein.

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