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Grippe in Bayern: Deutlich weniger Kranke als im Vorjahr | BR24

© dpa-Bildfunk: Karl-Josef Hildenbrand

Grippeimpfung

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    Grippe in Bayern: Deutlich weniger Kranke als im Vorjahr

    Die Grippesaison im Freistaat ist in vollem Gange – bisher sind aber viel weniger Menschen krank als noch vor einem Jahr. Offensichtlich haben sich mehr Menschen gegen Grippe impfen lassen. Aktuell ist der Impfstoff in einigen Regionen Bayerns knapp.

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    In Bayern sind bislang deutlich weniger Menschen an Grippe erkrankt als in der Saison 2017/2018. Bis zum 7. Januar wurden nach einer neuen Falldefinition für Influenza vom Robert Koch-Institut (RKI) 589 Grippefälle gemeldet. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mit. Ein Jahr zuvor waren es im gleichen Zeitraum mit 1.362 mehr als doppelt so viele Erkrankte.

    Nach der neuen RKI-Definition von Influenza, die seit Anfang des Jahres gültig ist, reicht eine Labordiagnose für die Erfassung. Auf diese Weise soll unter anderem der Ermittlungsaufwand bei den Gesundheitsämtern verringert werden. Früher mussten auch die klinischen Symptome ermittelt und angegeben werden.

    Nur in Schwaben leichter Anstieg der Grippefälle

    Während in allen anderen Regierungsbezirken die Zahl der Krankheitsfälle heuer geringer ist als 2017/2018, stieg sie in Schwaben gemäß der neuen Definition leicht von 58 auf 62. In Unterfranken war hingegen mit acht Fällen nur ein Bruchteil im Vergleich zum Vorjahr betroffen; damals gab es 67 Grippekranke. Kräftige Rückgänge verzeichnete das LGL auch in Mittelfranken (von 272 auf 80) und in Oberbayern (von 714 auf 275).

    2017 hatte die Grippewelle schon Anfang Dezember begonnen – statt wie in der Regel erst im Januar. Den Höhepunkt erreicht sie laut LGL meist zwischen Ende Januar und Anfang März. Auch weil die Grippewelle in der vergangenen Saison heftig verlief, ließen sich heuer mehr Menschen als in den Vorjahren gegen Grippe impfen. Dem LGL zufolge gab es eine erhöhte Nachfrage. Im November war es vereinzelt bei der Impfstoff-Lieferung eng geworden.

    PEI-Präsident: Grippe-Impfstoff in manchen Regionen knapp

    Derzeit sieht der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Klaus Cichutek, keinen Engpass für Grippe-Impfstoffe. Dem Bayerischen Rundfunk sagte der Leiter des Bundesinstituts aus dem hessischen Langen, die einzelnen Bundesländer hätten bis jetzt keine Nachfragen angemeldet. Das PEI ist für die Impfstoffe, deren Genehmigung und Koordination zuständig, es untersteht direkt dem Bundesgesundheitsministerium.

    Einzelne Apotheken und Ärzte würden noch Impfstoffe haben, sagte Cichutek. Wer sich jetzt noch impfen lassen möchte, sollte bei verschiedenen Ärzten oder Apotheken auch in Nachbarlandkreisen nachfragen. Lokal sei in manchen Regionen der Impfstoff knapp, aber in kleineren Mengen noch vorhanden. Sinnvoll sei es auf alle Fälle, wenn Risikopatienten sich impfen lassen.

    Weitere Entwicklung schwer vorherzusagen

    Wie sich die Zahl der Grippefälle in dieser Saison entwickelt, ist laut LGL nicht vorherzusagen: "Wie stark eine Grippewelle ausfällt, hängt unter anderem vom Wetter, von den aktuell vorkommenden Virustypen sowie von der Immunität in der Bevölkerung ab."

    Händewaschen kann Ansteckungsgefahr verringern

    Dort, wo viele Menschen zusammenkommen, können sich die Viren leicht verbreiten, etwa in Schulen, öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei Großveranstaltungen. Regelmäßiges und gründlichen Händewaschen kann die Ansteckungsgefahr verringern.