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Grenzen in Bayerisch Gmain und Bayrischzell ein bisschen offen | BR24

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Ab Mittwoch sind die Grenzübergänge in Bayerisch Gmain und Bayrischzell zeitweise geöffnet - für bestimmte Personengruppen

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Grenzen in Bayerisch Gmain und Bayrischzell ein bisschen offen

Um den Menschen in der Grenzregion zwischen Oberbayern und Österreich das Leben zu erleichtern, werden ab Mittwoch weitere Grenzübergänge tagsüber geöffnet – so in Bayerisch Gmain und in Bayrischzell. Das gilt aber nur für bestimmte Personengruppen.

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Von
  • Theresa Krinninger
  • Dagmar Bohrer-Glas

Ab Mittwoch dürfen Berufspendler und Schüler zeitweise den Grenzübergang zwischen Bayerisch Gmain im Berchtesgadener Land und Großgmain im Salzburger Land nutzen. Das hat die Bundespolizei mit den österreichischen Behörden vereinbart.

Grenze zwischen 6 und 20 Uhr offen

Nach Angaben der Bundespolizei Freilassing dürfen Berufspendler mit Wohnsitz oder Arbeitsplatz in den beiden Gemeinden die Grenze zwischen 6 und 20 Uhr passieren. Für Schüler gilt keine Wohnsitzbeschränkung. Außerdem dürfen Personen, die unbedingt zum Arzt müssen, sowie Landwirte, die Felder auf der jeweils anderen Seite bewirtschaften, über die Grenze fahren. Gleiches gilt für den regionalen Warenverkehr innerhalb der beiden Gemeinden.

Online-Petition für Grenzöffnung in Bayerisch Gmain

Dass die Grenze wochenlang geschlossen war, hielten viele Bewohner auf beiden Seiten für völlig unverhältnismäßig. Das tägliche Leben hier ist sonst eng verwoben. Mehr als 550 Personen hatten deshalb innerhalb weniger Tage eine Online-Petition für die Grenzöffnung unterschrieben. "Wir fühlen uns in unseren Grundrechten stark eingeschränkt und wollen wieder ein grenzüberschreitendes gemeinsames Leben haben", heißt es in der Petition.

Bayrischzell: Lösung für Land- und Forstwirte

Ebenfalls ab Mittwoch können Land- und Forstwirte wieder den Grenzübergang Bayrischzell/Landl im Landkreis Miesbach nutzen. Das teilte die Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner, CSU, am Dienstag mit. Damit sei eine praktikable Lösung gefunden worden, dass notwendige Waldarbeiten weiterlaufen könnten.

Sorge wegen Borkenkäferbefall

Voraussetzung für den Grenzübertritt ist eine Bescheinigung, die per Mail bei der Bundespolizei Rosenheim beantragt werden kann. Die Ausnahmeregelung für Holztransporte und Waldarbeiten gilt täglich von 6 bis 20 Uhr. Forstwirte konnten ihr Holz die vergangenen Wochen nur mit großem Mehraufwand nach Tirol zur Weiterverarbeitung bringen. Weil auch Schadholz schwer abtransportiert werden konnte, war eine Ausbreitung des Borkenkäfers befürchtet worden.

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