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Aufgrund der hohen Fallzahlen werden an der Grenze zu Tschechien seit Mitte Februar Kontrollen durchgeführt. Da die Infektionszahlen in Tschechien sinken, werden diese nun eingestellt. Die Inzidenzwerte in Hof und Umgebung bleiben weiter hoch.

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Nur noch stichprobenartige Kontrollen an tschechischer Grenze

Der Grenzverkehr zwischen Deutschland und Tschechien kann wieder ungestört fließen. Die IHK für Oberfranken befürchtet aber, dass die hohen Inzidenzwerte in Deutschland tschechische Arbeitnehmer von der Einreise abhalten könnten.

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Von
  • BR24 Redaktion

Erleichterung in den Grenzregionen: Die in der Corona-Krise eingeführten stationären Grenzkontrollen zu Tschechien laufen heute Nacht aus. Zur Begründung heißt es aus dem Bundesinnenministerium, die Infektionen in Tschechien seien zuletzt deutlich gesunken. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) habe Grenzkontrollen im Herzen Europas immer nur als letztes Mittel im Kampf gegen die Pandemie betrachtet. Anders als an der Grenze zu Österreich, wurden die Grenzkontrollen an der tschechischen Grenze Ende März zuletzt noch einmal verlängert.

Tschechischer Botschafter begrüßt Ende der Grenzkontrollen

Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet, begrüße der tschechische Botschafter in Deutschland, Tomas Kafka, das Ende der stationären Grenzkontrollen. Es sei ein Schritt hin zur ersehnten Rückkehr der Normalität in den tschechisch-deutschen Beziehungen.

Inzidenzwerte in Tschechien haben sich halbiert

Die Bundesregierung hatte die ständigen Grenzkontrollen vor zwei Monaten wegen der Infektionslage in Tschechien eingeführt. Seither hat sich die Corona-Lage im Nachbarland deutlich gebessert: Innerhalb von sieben Tagen steckten sich nach aktuellen Zahlen landesweit noch mehr als 250 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus an. Mitte Februar waren es rund doppelt so viele gewesen.

Cheb (Eger) mit niedrigster Inzidenz in Tschechien

Besonders deutlich ist die Verbesserung im Verwaltungsbezirk Cheb (Eger) an der Grenze zu Bayern, der vor zwei Monaten zu den schlimmsten Hotspots des Landes zählte. Er war schon früh unter einen strengen Lockdown gestellt und zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten worden.

Zudem profitierte die Grenzregion von zusätzlichen Impfstofflieferungen. Nun weist der Bezirk mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 48 den besten Wert in ganz Tschechien auf - und übertrifft sogar benachbarte Landkreise in Bayern.

IHK Oberfranken: Hoffen, dass Tschechen ihre Arbeit antreten

Die Region Hof, die direkt an Tschechien grenzt, hat seit Tagen die höchsten Corona-Infektionszahlen in ganz Deutschland. Nun müssten sich die Tschechen überlegen, ob sie wegen der hohen Inzidenzwerte in einigen grenznahen deutschen Landkreisen noch einreisen wollten, meinte Peter Belina von der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken (IHK). Die Betriebe in der Region seien heilfroh, wenn die Angestellten aus dem Nachbarland ihre Arbeit antreten.

Bundespolizei kontrolliert negative Coronatests

Tschechien gilt seit dem 28. März nicht mehr als Virusvariantengebiet, sondern nur noch als sogenanntes Hochinzidenzgebiet. Das erleichtert die Einreise. Kurz vor der Einreise muss ein Coronatest gemacht werden. Von der Testpflicht ausgenommen sind unter anderem Menschen auf der Durchreise und Transportpersonal. Die Bundespolizei werde auch weiter stichprobenartig kontrollieren, heißt es aus dem Innenministerium.

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