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Gramschatzer Wald: Freiwillige aus aller Welt bauen "Zahlenwald" | BR24

© BR/Jochen Wobser

Workcamp Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald.

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Gramschatzer Wald: Freiwillige aus aller Welt bauen "Zahlenwald"

Im Gramschatzer Wald bei Würzburg engagieren sich 14 Jugendliche aus aller Welt bei einem Workcamp im Walderlebniszentrum. Gemeinsam stellen sie ein Pilotprojekt auf die Beine: einen "Zahlenwald", in dem Mathematik spielerisch vermittelt werden soll.

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Sie kommen aus Südkorea, Spanien, Frankreich oder der Türkei: 14 junge Erwachsene, die über ein internationales Austauschprogramm mitten im Gramschatzer Wald zwischen Würzburg und Schweinfurt gelandet sind. Zwei Wochen wohnen und arbeiten die Freiwilligen im Walderlebniszentrum. Ihre ehrenamtliche Mission: Sie wollen einem Projekt zum Start verhelfen, das es so in Deutschland bisher nicht gibt - den sogenannten Zahlenwald.

"Gramschatzer Zahlenwald": Mathematik erleben

Der "Gramschatzer Zahlenwald" soll ein etwa ein Kilometer langer Rundweg werden, auf dem Kinder und Erwachsene Mathematik erleben können - spielerisch, mit allen Sinnen und mitten in der Natur. Sieben Stationen entstehen entlang des Wegs, alle drehen sich um Zahlen, Mengen, Gewichte und geometrische Formen. Dabei spiele das natürliche Angebot der Waldumgebung eine wichtige Rolle, sagt Jörg Finke, der für einen mathematischen Fachverlag arbeitet und das Projekt pädagogisch betreut.

"Wir wollen unsere mathematischen Ziele mit den Zielen der Waldpädagogik verzahnen. Man kann hier im Wald überall Zahlen und Formen entdecken, vom Spinnentier mit acht Beinen bis zum eckigen oder runden Blatt." Jörg Finke, Referent für mathematische Bildung
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Die Projektleiter des "Gramschatzer Zahlenwalds": Wolfgang Graf (l.) und Jörg Finke.

Rundweg soll Schulklassen und Familien anziehen

Der Leiter des Walderlebniszentrums, Wolfgang Graf, hofft darauf, dass der neue "Zahlenwald" ein Anziehungspunkt für Schulklassen und Familien wird. Die Planungsphase zieht sich schon einige Zeit hin. Die zwei Wochen mit den 14 jungen Mitarbeitern aus aller Welt genießt der Waldpädagoge ganz besonders.

"Der menschliche Aspekt geht hier tiefer. Für uns als Team ist die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen eine Bereicherung in vielerlei Hinsicht. Und sprachlich funktioniert das auch prima. Alle sprechen mehr oder weniger gut Englisch, das bekommen wir hin." Wolfgang Graf, Leiter Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald
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Station des "Gramschatzer Zahlenwalds".

14 Freiwillige verhelfen Pilotprojekt zum Start

Die 14 Freiwilligen bekommen Kost und Logis für ihre Arbeit, die Flüge nach Deutschland haben sie selbst bezahlt. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 85.000 Euro und finanzieren sich aus EU-Mitteln und Geldern des Fördervereins des Walderlebniszentrums. Nach Abschluss des Workcamps stehen noch jede Menge Feinarbeiten an - Schilder, Infotafeln und die barrierefreie Ausgestaltung des Rundwegs. Im kommenden Jahr soll dann die offizielle Eröffnung sein.