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Bildrechte: Andreas Niedling, Landschaftspflegeverband Forchheim

Es wäre das Ende einer der ältesten Bäume Deutschlands gewesen. Ein Hauptast der Kasberger Linde in Gräfenberg drohte abzubrechen. Um das zu verhindern wurde für den Baum so etwas wie ein Stativ gebaut - für mehrere tausend Euro.

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Gräfenberg: 1.000 Jahre alte Linde bekommt Entlastung

Es wäre das Ende einer der ältesten Bäume Deutschlands gewesen. Ein Hauptast der Kasberger Linde in Gräfenberg drohte abzubrechen. Um das zu verhindern wurde für den Baum so etwas wie ein Stativ gebaut - für mehrere tausend Euro.

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Von
  • Carlo Schindhelm

Die sogenannte Kasberger Linde im oberfränkischen Gräfenberg hat ein neues Stützgerüst bekommen. Das hat der Landschaftspflegeverband Forchheim mitgeteilt. Der alte Baum ist geschätzt bis zu 1.000 Jahre alt und damit eine der ältesten Linden in Deutschland.

Ast der Linde drohte abzubrechen -

Ein Stützgerüst aus Metallstangen war in die Jahre gekommen und konnte seine Funktion nicht mehr erfüllen. Deshalb drohte der Hauptast der Linde abzubrechen. Das hätte das Ende des Baumes bedeutet. Daraufhin hat der Landschaftspflegeverband eine Sanierung beantragt und von der Regierung von Oberfranken bewilligt bekommen. Nun ruht der Hauptast auf einem Dreibein aus Metall. Die knapp 20.000 Euro teure Maßnahme wird zu 70 Prozent aus öffentlichen Mitteln gefördert.

Linde bietet wichtigen Lebensraum für Flora und Fauna

Seit bald fünf Jahrzehnten ist die Kasberger Linde über das Landratsamt als Naturdenkmal geschützt. Im Mittelalter sollen in der Nähe des Baumes Gerichtstage abgehalten worden sein. Die Linde ist auch Lebensraum für Käfer, Flechten- und Moosarten, Holzpilze, höhlenbrütende Vogelarten und Fledermäuse.

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