| BR24

 
 

Bild

Moderator Thomas Gottschalk
© BR/Oliver Maier
© BR/Oliver Maier

Moderator Thomas Gottschalk

Unter dem Sendungstitel "Gottschalk liest?" wird der Moderator ab heute mit einem neuen Literaturformat im BR Fernsehen zu sehen sein. Vier mal im Jahr wird er dafür mit Gästen aus unterschiedlichen bayerischen Regionen über deren Neuerscheinungen und andere Kulturthemen sprechen. Damit will der BR einen neuen Zugang zum Thema Literatur anbieten.

"Ich war mal in einer Phase, da hatte ich Angst vor der Einstelligkeit. Da hat man gesagt, wenn das nicht zehn Millionen Zuschauer werden, dann können wir aufhören. Das war eine Fernsehwelt, wie wir sie heute nicht mehr kennen. Wenn ich jetzt im BR-Fernsehen eine Gruppe von interessierten Zuschauern finde, dann reicht mir das."

Keine Tweets: Thomas Gottschalk bleibt analog

Neue digitale Literaturformen, wie Blogs und Tweets werden in seiner Sendung allerdings nicht vorkommen. Gottschalk will analog bleiben, wie er es formuliert. Das Digitale sei eine andere Welt. Jahrelang habe er selbst Twitter genutzt, auch viele Persönliches dadurch preisgegeben.

Vor ein paar Jahren hätte ich jeden Bild-Reporter verklagt, der meine Kaffeetasse durchs offene Fenster fotografiert. Und dann habe ich plötzlich selber meine eigene Tasse fotografiert, weil irgendein User aus Bielefeld geschrieben hat: Toll was, du da für ein schönes Besteck hast. Und da habe mich gefragt: Was machst Du jetzt am nächsten Tag? Da bekommt man eine Sucht, Erwartungshaltungen zu erfüllen, die nicht meine Sache sind."

"Gottschalk liest" - ohne große Literaturkritik

Seine Büchersendung will Gottschalk nicht als große Literaturkritik verstehen. "Wer bin ich denn, einem Autor zu sagen, dass er es versemmelt hat? Auf keinen Fall! Ich sage: Habe ich nicht verstanden. Oder: habe ich nicht gebraucht. Oder: was hast Du da gemeint, was willst Du mir damit sagen? Dieser neugierige Ansatz ist mir wichtig."

Die Sendung "Gottschalk liest? ist heute um 22.00 Uhr im BR-Fernsehen zum ersten mal zu sehen.