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Gottesdienste und Verkündigungsangebote in Corona-Zeiten | BR24

© dpa/Felix Hörhager

14.12.2019, Bayern, München: Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz , Reinhard Kardinal Marx

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    Gottesdienste und Verkündigungsangebote in Corona-Zeiten

    Ausgangssperren, Quarantäne – die Corona-Krise verunsichert die Menschen. Gemeinsame Gottesdienste und Gebete in Kirchen, Moscheen und Synagogen sind verboten. Der BR weitet deshalb sein religiöses Angebot aus.

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    Es ist das erste Mal seit der Christianisierung im frühen Mittelalter, dass Gottesdienste in Deutschland flächendeckend verboten sind - ein historisches Novum. Aber auch Moscheen, Synagogen und andere Gotteshäuser in Bayern dürfen in Zeiten von Corona keine öffentlichen Gottesdienste und Gebete anbieten. Gläubige Menschen müssen also weitgehend auf die Angebote verzichten, die ihnen Halt geben könnten.

    Umgekehrt erleben Kirchenformate in Fernsehen und Hörfunk einen enormen Zulauf, wie der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm der Nachrichtenagentur dpa sagte. Die Zahlen bei den Gottesdienstübertragungen und dem "Wort zum Sonntag" hätten sich im Schnitt um 70 Prozent erhöht. Auch die Deutsche Bischofskonferenz bestätigt den Eindruck, es gebe "einen enormen Zulauf".

    BR weitet Angebot aus

    Der Bayerische Rundfunk weitet daher sein Angebot auch an diesem Wochenende aus. Neben muslimischen und jüdischen Videobotschaften am Freitag überträgt das BR Fernsehen an diesem Sonntag um 10.15 Uhr einen zusätzlichen katholischen Fernsehgottesdienst.

    "Gott lässt uns nicht allein. Er geht mit uns durch die schwierigen Zeiten hindurch", darauf vertraut Kardinal Reinhard Marx, der die Messe in der Sakramentskapelle des Münchner Liebfrauendoms feiert. Wer ein persönliches Anliegen in diesen Gottesdienst einbringen will, kann dieses in Form einer Fürbitte an gottesdienste@br.de senden.

    Persönliche Fürbitten oder Anliegen einbringen

    Einige Fürbitten und Anliegen sind inzwischen schon eingetroffen – etwa von Kindern, die traurig sind, weil sie nicht in die Schule gehen und nicht mit anderen Kindern draußen spielen dürfen, oder von Großeltern, die schon seit zwei Wochen auf den Kontakt mit den Enkelkindern verzichten müssen.

    Eine Selbstständige bittet für alle jene, denen in der Krise nicht geholfen werden könne, "die ihre Existenzen verlieren und die nicht wissen, wie es weiter gehen kann." Auch mutmachende Botschaften sind darunter für Menschen, "die sich in der Dunkelheit ausweglos umgeben fühlen und in ihrem Leben keinen Sinn mehr sehen: Schicke ihnen Menschen, die es verstehen, ihre aussichtslose Situation zu erhellen und ihnen Mut zur Zukunft zu schenken. Bring Du ihnen Licht in der Dunkelheit."

    Gottesdienst-Übertragung unter schwierigen Bedingungen

    Die Produktion finde unter schwierigen Bedingungen statt, sagt die zuständige Redakteurin Andrea Kammhuber-Landfermann. Die Sakramentskapelle im Münchner Liebfrauendom sei klein, der gebotene Mindestabstand zwischen den beteiligten Personen müsse trotzdem eingehalten werden. "Das heißt, dass wir die Anzahl der Mitwirkenden und der Kameras bewusst so weit wie möglich reduziert haben. Wir arbeiten konstruktiv mit den Videotechnikern des Doms zusammen, die uns mit einer unbemannten Kamera unterstützen."

    Der Gottesdienst ist live oder zu einem beliebigen Zeitpunkt in der BR Mediathek beziehungsweise im YouTube-Channel des BR abrufbar.

    Neues Online-Angebote für Juden und Muslime

    Neben bewährten Sendungen im Radio wie den sonntäglichen Morgenfeiern auf Bayern 1 (zwischen 10.00 Uhr und 11.00 Uhr) gibt es zwei neue Online-Formate des BR, die sich speziell an Juden und Muslime richten. Rabbiner Elias Dray, Mitglied des Vorstands der Israelitischen Kultusgemeinde Amberg, gibt in seiner aktuellen Video-Botschaft zum Schabbat Juden in Bayern Tipps, wie sie ihren Alltag in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen strukturieren können.

    Benjamin Idriz, Imam der Islamischen Gemeinde Penzberg, spricht für im Freistaat lebende Muslime ebenfalls eine Video-Botschaft ein. Beide Angebote stehen ab Freitag, 12 Uhr, in der BR Mediathek und auf der Themenseite www.br.de/religion zum Abruf bereit.

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