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Gottesdienste in Bayern ab 4. Mai unter Auflagen wieder erlaubt | BR24

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Bald wird wieder Leben in Kirchen, Synagogen und Moscheen einziehen. Die Staatregierung will Gottesdienste ab dem 4. Mai wieder erlauben- allerdings unter strengen Auflagen.

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Gottesdienste in Bayern ab 4. Mai unter Auflagen wieder erlaubt

Mundschutz-Pflicht, Abstand und zeitliche Begrenzung: Unter strengen Auflagen sollen Gottesdienste in Bayern ab 4. Mai trotz der Corona-Pandemie wieder erlaubt sein. Eine Kontrolle durch die Polizei oder ein Bußgeldkatalog ist nicht geplant.

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Unter strengen Auflagen können in Bayern ab 4. Mai wieder Gottesdienste aller Glaubensrichtungen stattfinden. Das erklärte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) heute am Rande einer Landtagssitzung in München. Zu den Auflagen gehören demnach Hygiene-Konzepte, das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sowie Mindestabstände von zwei Metern zwischen den Gottesdienstbesuchern.

Außerdem dürfen die Gottesdienste nicht länger als eine Stunde dauern. Gottesdienste mit maximal 50 Personen können auch im Freien abgehalten werden, bei einem Mindestabstand von 1,5 Metern. Ein Bußgeldkatalog oder eine Kontrolle durch die Polizei seien nicht geplant, betonte Herrmann. Die Regelungen sollen am kommenden Dienstag vom bayerischen Kabinett beschlossen werden.

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In Bayern dürfen wieder Gottesdienste mit Besuchern stattfinden - unter Auflagen. Die Lockerungen, die das Kabinett am kommenden Dienstag noch formal beschließen will, kündigte Staatskanzleichef Florian Herrmann am Freitag in München an.

Herrmann: Grundrecht wieder ermöglichen

Mit Blick auf die Corona-Pandemie betonte Herrmann, dass aus Begegnungen des Glaubens keine neuen Infektionen entstehen sollen. Es sei aber wichtig, das Grundrecht der Religionsausübung wieder zu ermöglichen. Auch Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Brandenburg haben angekündigt, Versammlungen von Gläubigen ab Anfang Mai wieder zuzulassen. In Sachsen sind öffentliche Gottesdienste mit bis zu 15 Besuchern bereits seit dieser Woche wieder möglich.

Herrmann bedankte sich bei den Kirchen und Religionsgemeinschaften für das "sehr umsichtige Verhalten" in den vergangenen Wochen. Weil viele Gottesdienste anders als sonst stattgefunden hätten, sei es auch eine "kreative Phase" gewesen.

Mit Blick auf den gestern begonnenen muslimischen Fastenmonat Ramadan sagte der CSU-Politiker, es habe keine Überlegungen gegeben, die angekündigten Lockerungen vorzuziehen. Der Ramadan sei für die Muslime in diesem Jahr eine besondere Herausforderung - wie die Christen an Ostern müssten sie "jetzt diese vier Wochen ganz anders verbringen als das sonst immer der Fall war". Allerdings seien die Hauptfeste während des Ramadan am 19. und 24. Mai, diese Phase sei "dann von unserer Regelung ohnehin erfasst".

Marx-Sprecher: "Bemühen uns um Einhaltung"

Dass auch in Bayern bald wieder Gottesdienste möglich sind, stößt etwa bei Vertretern der katholischen Kirche erwartungsgemäß auf Zustimmung. "Wir bemühen uns um die Einhaltung der Hygienevorgaben", sagte der Sprecher des Münchner Kardinals Reinhard Marx, Bernhard Kellner, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Derzeit entwickle man aufseiten der Kirche ein Schutzkonzept, das noch mit der Staatsregierung abgestimmt werden müsse. "Wir werden uns danach in der nächsten Woche um eine Umsetzung bemühen", betonte Kellner.

Seit dem 21. März gelten in Bayern wegen der hohen Ansteckungsgefahr mit dem neuartigen Coronavirus Ausgangsbeschränkungen, die auch Großveranstaltungen und den Besuch von Gottesdiensten untersagen. Während Großveranstaltungen wie Konzerte oder Feste bis mindestens 31. August verboten bleiben, hatte sich bei den Gottesdiensten schon seit einiger Zeit eine Lockerung angekündigt - auch wegen entsprechender Forderungen von Vertretern der Glaubensgemeinschaften.

mit Informationen der Nachrichtenagenturen DPA und KNA

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