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Gottesdienst aus Nürnberger Lorenzkirche im Live-Stream | BR24

© Picture alliance/dpa

Von hier aus werden nun auch Gottestdienste live im Internet übertragen: die Nürnberger Lorenzkirche.

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    Gottesdienst aus Nürnberger Lorenzkirche im Live-Stream

    Derzeit finden wegen der Corona-Krise in ganz Bayern keine Gottesdienste mehr statt. Viele Kirchengemeinden schaffen Abhilfe und gehen einen untypischen Weg: Sie übertragen die Gottesdienste live ins Internet. So auch die Nürnberger Lorenzkirche.

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    Die evangelische Kirche überträgt am kommenden Sonntag einen Gottesdienst aus der Nürnberger Lorenzkirche ohne Publikum ins Internet. Der Nürnberger Regionalbischof Stefan Ark Nitsche wird dabei nicht nur von der Kanzel predigen. Geplant sei ein Rundgang von Altar zu Altar, teilte das Dekanat Nürnberg mit.

    Predigt zu Martha und Maria

    Die biblischen Frauen Martha und Maria stehen demnach im Mittelpunkt seiner Predigt. In der biblischen Erzählung war Jesus bei den beiden Schwestern zu Besuch. Während Martha die Gäste bewirtete, hörte Maria den Worten Jesu zu. Die Schwestern stritten darüber, wer in der Situation das Richtige tue.

    Offene Kirchen sind Symbol

    Die praktische Arbeit sei derzeit massiv eingeschränkt, heißt es in der Ankündigung. Somit bleibe mehr Raum für das Kontemplative, das Innehalten. Die Übertragung beginnt am kommenden Sonntag um 10 Uhr unter www.lorenzkirche.de/gottesdienst . Die Kirchen in der Nürnberger Innenstadt bleiben unterdessen für Gebete und Meditation geöffnet. Dies sei auch symbolisch zu verstehen, sagte der Pfarrer der Sebalduskirche, Martin Brons, dem Bayerischen Rundfunk. Die Kirchen stünden dafür, dass über die Jahrhunderte zahlreiche Krisen überstanden worden seien. Gerade in der Passionszeit werde das Leiden in vielen Ritualen durchbuchstabiert. "In dieser Krise heißt das Leiden vielleicht Verunsicherung und Verzweiflung. Wir haben noch nicht die Worte gefunden", erklärt Brons.

    Über Funktion der Kirche neu nachdenken

    Brons sagte, er könne sich nicht erinnern, dass Karfreitag und Ostern jemals ausgefallen wären. In welcher Form in diesem Jahr gefeiert werde, sei noch offen. Man könne nun neu nachdenken, welche Funktion die Kirchen heute noch hätten. Eines sei gewiss: "Wir gehen aus der Krise wieder hinaus. Und sie wird uns anders entlassen." Brons will jedenfalls weiter für die Menschen da sein. "Mein Homeoffice ist die Kirche", sagt er.

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