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Gorilla-Dame Lena gestorben | BR24

© Tiergarten Nürnberg

Gorilla Lena im Tiergarten Nürnberg

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    Gorilla-Dame Lena gestorben

    Am Dienstag musste im Tiergarten Nürnberg das Gorilla-Weibchen Lena eingeschläfert werden. Die 44-jährige Dame zeigte seit Wochen ein eingeschränktes Bewegungsvermögen, zudem verweigerte sie die Nahrung und nahm dadurch stark ab.

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    23 Jahre verbrachte die Gorilla-Dame Lena im Nürnberger Tiergarten. Am Dienstag musste sie eingeschläfert werden, da sie kaum noch aß und trank.

    Behandlung blieb ohne Erfolg

    Ihr Gewicht lag im Tiergarten immer zwischen 117 und 92 Kilogramm. Jetzt wog sie nur noch 80 Kilogramm. Tagelang lag sie fast unbeweglich im Schlafbereich und reagierte nur noch auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu denen sie ein enges Verhältnis hatte. Alle Behandlungsversuche, auch unter Hinzuziehung von Humanmedizinern, brachten keine Besserung. Die Entscheidung fiel schwer, doch am Dienstag wurde Lena von ihrem Leiden befreit und eingeschläfert.

    Lena blieb ohne Nachwuchs

    Das Gorilla-Weibchen Lena wurde 1976 in Kamerun geboren. Elf Jahre später kam sie in den Zoo von Saarbrücken. Da sich dort kein Nachwuchs einstellte, wurde sie zu Zuchtzwecken von 1988 bis 1992 an den Zoo Heidelberg abgegeben, wobei sich die Hoffnungen auf Nachwuchs auch dort nicht erfüllten. 1997 kam Lena schließlich auf Empfehlung des Erhaltungszuchtprogramms von Saarbrücken in den Tiergarten Nürnberg. Doch auch hier sorgte Lena nicht für Nachwuchs und zeigte kein Interesse an Fritz, dem Gorillamännchen. Mit 44 Jahren gehörte Lena zu den acht ältesten noch lebenden Gorillas in Zoos weltweit.

    Um die Ursachen von Lenas schweren Erkrankung zu ermitteln, wird Lena obduziert. So erforscht das internationale Forschungsprojekt "Evolution of Brain Connectivity Project" mit Hilfe der sterblichen Überreste von Menschenaffen beispielsweise die Entwicklung von Sprache und Werkzeuggebrauch, um auch die Entwicklung des Menschen verstehen zu können.

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