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Zwei Brüder haben kiloweise Gold nach Deutschland geschmuggelt. Dafür wurden sie nun verurteilt.

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    Goldschmuggel nach Nürnberg in Millionenhöhe – Haftstrafe

    Mit kiloweise Goldschmuck im Handgepäck wollte sich ein Mann am Nürnberger Zoll vorbeistehlen. Das ging schief: Sein Bruder und er wurden erwischt. Nun wurden sie wegen Schmuggels verurteilt.

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    Von
    • Inga Pflug

    Mit Goldschmuck im Wert von rund 1,3 Millionen Euro im Handgepäck haben Nürnberger Zöllner einen Mann am Nürnberger Flughafen gefasst. Nun sind der 58 Jahre alte Mann und sein Bruder wegen Schmuggels zu einem Jahr Freiheitsstrafe mit Bewährung verurteilt worden, teilt das Nürnberger Hauptzollamt mit.

    34 Kilo Goldschmuck

    Dem Urteil am Amtsgericht Nürnberg waren demnach fast zweijährige Ermittlungen vorausgegangen: Im April 2019 hatte der Flugreisende versucht, knapp 34 Kilogramm Goldschmuck am Zoll vorbei nach Deutschland zu schmuggeln.

    Als die Nürnberger Zöllner den Mann kontrollierten, zeigte sich, dass er ausschließlich Goldschmuck in seinen Handgepäckstücken hatte, so eine Zollsprecherin. Glaubhafte Verzollungsnachweise für die Einfuhr in die EU konnte der 58-Jährige aber nicht vorlegen.

    Internationale Ermittlungen

    Der Schmuck wurde sichergestellt und ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung eingeleitet. Die Ermittlungen erstreckten sich demnach auch bis in die Türkei, die Schweiz, nach Dubai und in die Niederlande. Im Zuge dessen stellte sich heraus, dass ein Bruder des Mannes das Gold im Vorfeld aus Dubai ausgeführt hatte.

    Haftstrafe und fast 300.000 Euro Nachzahlung

    Zwei Jahre nach dem Schmuggel wurde nun im April vom Amtsgericht Nürnberg ein Strafbefehl gegen die Brüder verhängt: Wegen gewerbsmäßigem Schmuggel erhielten die beiden Beschuldigten jeweils ein Jahr Freiheitsstrafe mit drei Jahren zur Bewährung. Die hinterzogenen Abgaben in Höhe von knapp 285.000 Euro haben sie inzwischen bezahlt, so das Hauptzollamt.

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