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Gluthitze am Sonntag, danach Gewitter und Abkühlung | BR24

© dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand

Bayern, Zellingen: Eine Frau kühlt sich in einem Garten unter einem Rasensprenger ab.

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Gluthitze am Sonntag, danach Gewitter und Abkühlung

Die Hitzewelle erreicht am Sonntag ihren letzten Höhepunkt. Tagsüber sollen die Werte in Bayern auf bis zu 39 Grad steigen. Der Wetterdienst warnt vor starker UV-Belastung und hoher Waldbrandgefahr. Der Juli beginnt dann deutlich kühler.

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Biergarten, Berge, Grillen oder Freibad: Wolkenloser Himmel lockte die Menschen in Bayern am Samstag vielerorts ins Freie. Bei strahlendem Sonnenschein steigt jedoch auch die Belastung durch UV-Strahlen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt: Die Strahlung sei auch in Bayern heute besonders stark.

Waldbrandgefahr bleibt unverändert hoch

Das bayerische Landesamt für Umwelt bittet - mit Blick auf erhöhte Ozon-Werte - Autofahrer, die nicht beruflich unterwegs sein müssten, den Wagen in der Garage zu lassen. Auch die Waldbrandgefahr bleibt nach DWD-Angaben in Nordbayern unverändert auf der sehr hohen Warnstufe Rot.

Ein Böschungsbrand hatte am Samstagmittag den Bahnverkehr zwischen Nürnberg und Würzburg lahm gelegt. Nach Angaben der Deutschen Bahn wurde die Hauptstrecke durch den Landkreis Fürth zwischen Siegelsdorf und Emskirchen während der Löscharbeiten zeitweise gesperrt. "Auf freier Strecke mussten keine Züge gestoppt werden", teilte ein Sprecher der Bahn mit.

© BR

Ein Böschungsbrand hat den Bahnverkehr zwischen Nürnberg und Würzburg für Stunden lahmgelegt.

Temperaturen am Sonntag

Am Sonntag erreicht die Hitzewelle dem DWD zufolge ihren letzten Höhepunkt. Die Thermometerwerte sollen dann tagsüber auf 39 Grad steigen. "Die gefühlte Temperatur liegt in München bei 35 und in Kitzingen bei 37 Grad", sagte ein DWD-Meteorologe. Die Hitzebelastung sei im Süden und in Städten etwas stärker.

Schauer und Gewitter sorgen für Ende der Gluthitze

In der neuen Woche können Hitzegeplagte laut DWD dann aufatmen: "Ab Montag kommt eine Kaltfront - und die gefühlten Temperaturen gehen zurück." Schauer und Gewitter sorgen zunächst in Franken und dann in ganz Bayern für ein Ende der Gluthitze. Der Sommer ist damit noch nicht vorbei, aber Temperaturen weit über 30 Grad seien zunächst nur noch vereinzelt zu erwarten.

Waldbrände in Frankreich

Auch in anderen Teilen Europas kämpfen die Menschen mit der Hitze und den Folgen. In Frankreich wüten heftige Flächenbrände. Die Flammen zerstörten mehrere Häuser und Hunderte Hektar Land. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Etliche Rettungskräfte erlitten laut französischen Medien einen Hitzschlag.

Der Katastrophenschutz meldete bis zum späten Freitagabend rund 30 Brände im Département Gard, wo mit 45,9 Grad der höchste jemals in Frankreich gemessene Temperatur-Wert erreicht wurde. Drei Menschen wurden leicht verletzt, darunter zwei Feuerwehrleute. Rund ein Dutzend Häuser wurden beschädigt, mehr als 300 Hektar Wald wurden von den Flammen verwüstet.

Beim größten Waldbrand, in Saint Gilles et Garons, brannten rund 150 Hektar Wald nieder. Rund 100 Feuerwehrleute und mehrere Löschflugzeuge waren im Einsatz. Im Département Vaucluse kämpften 200 Feuerwehrleute gegen einen Fabrikbrand, der auf angrenzendes Buschland übergriff. Mindestens zehn Feuerwehrleute erlitten bei den Löscharbeiten einen Hitzschlag und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Autobahn zwischen Orange und Avignon war wegen des Brandes zeitweise gesperrt.

Spanien: Brand nähert sich Großraum Madrid

Auch in Spanien melden Feuerwehren mehrere Waldbrände - einer nähert sich dem Großraum Madrid. In der Region Katalonien konnte indes ein Brand eingedämmt werden.

Das Feuer sei nahezu unter Kontrolle gebracht in der hügeligen Gegend, wo es nach vier Tagen noch brenne, sagte der regionale Innenminister Miquel Buch. Fast 500 Feuerwehrleute befänden sich vor Ort. 21 Personen, die an der Feuerbekämpfung beteiligt gewesen seien, hätten über Nacht medizinisch behandelt werden müssen. Die Behörden warnten, dass Wind und Temperaturen um die 40 Grad Celsius am Samstag den Brand wieder anfachen könnten. Die Behörden vermuten, dass das Feuer in einem Hühnermisthaufen ausgebrochen war und sich auf die umliegende Landschaft ausgebreitet hatte.

© pa/dpa/Julian Stähle

Frau kühlt sich im See ab