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Glücksspiele mit Abstand: Spielbanken in Corona-Zeiten | BR24

© BR/Ralph Wege

Die Corona-Pandemie hat auch vor den bayerischen Spielbanken nicht Halt gemacht. In der Spielbank im unterfränkischen Bad Kissingen etwa dürfen Gäste seit Mitte Mai ihr Glück wieder aufs Spiel setzen - allerdings unter erschwerten Bedingungen.

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Glücksspiele mit Abstand: Spielbanken in Corona-Zeiten

Die Corona-Pandemie hat auch vor den bayerischen Spielbanken nicht Halt gemacht. In der Spielbank im unterfränkischen Bad Kissingen etwa dürfen Gäste seit Mitte Mai ihr Glück wieder aufs Spiel setzen – allerdings unter erschwerten Bedingungen.

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Die Corona-Krise hat auch vor den Spielbanken nicht Halt gemacht. In Bayern gibt es insgesamt neun davon. Der Freistaat ist ihr Eigentümer. Viele Spielbanken haben in den letzten Jahren Defizite eingefahren. Dann kam im März der Lockdown. "Rien ne vas plus – nichts geht mehr", hieß es dann im wahrsten Sinne des Worts. Erst seit Mitte Mai haben die Spielbanken wieder geöffnet. Am Automaten, beim Roulette oder Black Jack dürfen die Gäste wieder ihr Glück aufs Spiel setzen – allerdings unter erschwerten Bedingungen, so wie in der Spielbank in Bad Kissingen.

Hygienekonzept entwickelt

Wenn die Gäste die Spielbank betreten, müssen sie zuerst ihre Hände desinfizieren. An den Roulettetischen sind Plexiglaskabinen. Da können drei Spieler gleichzeitig spielen. Wenn diese gesetzt haben, dann müssen sie zurücktreten, dann können sich die nächsten Gäste setzen. Das Gleiche ist beim Black Jack auch, auch das sind extra Kabinen eingerichtet. Auch da können nur drei Gäste gleichzeitig spielen.

Während des Lockdowns war der Spielbetreib für acht Wochen geschlossen. Alle bayerischen Spielbanken haben inzwischen mit dem Gesundheitsamt Hygienekonzepte entwickelt. Mitte Mai öffneten die bayerischen Spielbanken wieder – so auch die Bad Kissinger. Im großen Spielsaal stehen Roulette- und Kartentische. Jetzt dürfen die Gäste wieder täglich ihr Glück herausfordern.

Gästezahl begrenzt

Wegen des Hygienekonzepts ist die Zahl der Gäste limitiert. Ein Großteil der bayerischen Spielbanken hat in den Jahren vor Corona Verluste eingefahren. Zum Teil lag das an der Konkurrenz durch Online-Glücksspiele. Im vergangenen Jahr haben die bayerischen Spielbanken knapp 90 Millionen Euro eingenommen, erklärt Oliver Fisch von den Spielbanken Bayern – seit 14 Jahren die höchsten Gesamteinnahmen. Oliver Fisch zufolge ist das eine Steigerung von rund 20 Prozent zum Vorjahr.

"Bei den Besucherzahlen können wir sicherlich von einem Drittel weniger Gäste pro Monat sprechen als im Vergleichsjahr zuvor. Bei den Zahlen also Umsatz am Tisch, Spieleinnahmen wird es sicherlich ungefähr auch sich in diesem Segment bewegen." Marina Klein – Direktorin Spielbank Bad Kissingen

Wie hoch der Verlust bei allen neun Spielbanken des Freistaates ist, kann Oliver Fisch erst am Jahresende sagen. Laut Marina Klein, Direktorin der Spielbank Bad Kissingen, kommen Monat für Monat aber immer mehr Gäste. Für die Spielbankchefin und ihre Mitarbeiter geht es also aufwärts.

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