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Gleusdorf: Staatsanwaltschaft und Verteidiger fordern Freispruch | BR24

© Norbert Streiche/BR Mainfranken

In der Seniorenresidenz Gleusdorf starben von 2011 bis 2016 mehrere Bewohner unter dubiosen Umständen. Die ehemalige Heimleiterin, ein Pflegedienstleiter und ein Arzt sind angeklagt. Nun sind im Landgericht Bamberg die Plädoyers gesprochen worden.

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Gleusdorf: Staatsanwaltschaft und Verteidiger fordern Freispruch

In der Seniorenresidenz Gleusdorf starben mehrere Bewohner unter dubiosen Umständen. Die ehemalige Heimleiterin, ein Pflegedienstleiter und ein Arzt müssen sich vor dem Landgericht Bamberg verantworten. Nun sind die Plädoyers gesprochen worden.

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Vorm Landgericht Bamberg stehen derzeit die ehemalige Heimleiterin (60), der Pflegedienstleiter (50) und ein Arzt (71). Grund dafür sollen laut Anklage Misshandlungen und schlechte Versorgung in der Seniorenresidenz Gleusdorf gewesen sein. Zwischen 2011 und 2016 sollen die Angeklagten so den Tod von insgesamt fünf Bewohnern in Kauf genommen haben. Die Vorwürfe ließen die drei Heimmitarbeiter in einer Erklärung ihrer Anwälte zu Prozessbeginn bestreiten.

Staatsanwaltschaft und Anwälte plädieren auf Freispruch

In insgesamt neun Prozesstagen wurden zwei medizinische Sachverständige und 36 Zeugen angehört. Jetzt sind im Fall Gleusdorf die Plädoyers gesprochen worden. Nach rund dreieinhalb Stunden ist klar: Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidiger der drei Angeklagten beantragen Freispruch. Laut Staatsanwaltschaft haben sich die drei Hauptbelastungszeugen als unglaubwürdig erwiesen. Die Vorwürfe hätten sich nach fast vierjähriger Ermittlungsarbeit nicht bestätigt.

Urteilsverkündung am Freitag

Aus Sicht des Verteidigers der Heimleiterin hätte nach den Ermittlungen gegen seine Mandantin die Anklage nie zugelassen werden dürfen. Nichts von den Anschuldigungen habe sich erwiesen, die Vorwürfe seien "reine Erfindung der Staatsanwaltschaft" gewesen. Er sieht seine Mandantin einer Verleumdungs- und Verschwörungskampagne ausgesetzt. Auch der Anwalt des angeklagten Arztes kündigte zivilrechtliche Ansprüche unter anderem wegen Rufschädigung an. Das Urteil wird am Freitag erwartet.

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