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Glaubers Klimaschutzgesetz: 100 Maßnahmen zur Klimarettung | BR24

© BR/Regina Kirschner

Ein im Bayerischen Umweltministerium ausgearbeitetes Landesklimaschutzgesetz wird heute von Thorsten Glauber präsentiert. Mit dem 10-Punkte-Paket und über 100 Einzelmaßnahmen steht damit ein auf Bayern zugeschnittenes Maßnahmenpaket zur Abstimmung.

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Glaubers Klimaschutzgesetz: 100 Maßnahmen zur Klimarettung

Ein im Bayerischen Umweltministerium ausgearbeitetes Landesklimaschutzgesetz wird heute von Thorsten Glauber präsentiert. Mit dem 10-Punkte-Paket und über 100 Einzelmaßnahmen steht damit ein auf Bayern zugeschnittenes Maßnahmenpaket zur Abstimmung.

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Bis zum Jahr 2050 soll Bayern klimaneutral sein. Das ist das Kernziel, das die Bayerische Staatsregierung im Klimaschutzgesetz festschreiben möchte. Das bedeutet: Ab 2050 dürfte dann im Freistaat nur noch so viel CO2 ausgestoßen werden, wie natürliche Speicher wie Wälder und Moore aufnehmen oder in technischen Verfahren gebunden werden können.

10-Punkte-Plan und 100 Einzelmaßnahmen

Um die Klimaneutralität zu erreichen, hat das Umweltministerium einen Zehn-Punkte-Plan mit über 100 Einzelmaßnahmen erarbeitet. Sie sind für folgende Bereiche geplant: Gebäude, Verkehr, Energiegewinnung und Landwirtschaft. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat in den vergangenen Monaten schon einige konkrete Maßnahmen verkündet, darunter der Ausbau von Photovoltaikanlagen, 100 neue Windräder im Staatswald und der Waldumbau in klimaneutrale Mischwälder.

Bislang größte Unbekannte: Glaubers "Kompensationsplattform"

Bisher nicht bekannt ist ein anderer Punkt: Teil des Klimaschutzgesetzes soll auch eine bayerische CO2-Kompensationsplattform werden. Umweltminister Thorsten Glauber von den Freien Wählern spricht dabei von einer "ganz neuen Idee".

"Wir wollen denjenigen, der zu viel CO2 hat mit demjenigen der CO2 einspart verknüpfen." Thorsten Glauber

Industrien, die viel CO2-ausstoßen, könnten also über die Plattform in bayerische Projekte investieren, die CO2 binden - wie Baumpflanzaktionen. Das Ganze dürfte somit ähnlich funktionieren wie Kompensationszahlungen beim Fliegen. Hier können Fluggäste über Plattformen berechnen lassen, wie viel CO2 ihr Flug freisetzt und dafür dann ein Ausgleichszertifikat kaufen.

Freikaufen von erhöhtem CO2-Verbrauch

Mit dem Geld wird ein Klimaschutzprojekt gefördert, dass dieselbe Menge CO2 bindet, wie der Flug ausgestoßen hat. Wenn das Kabinett das Klimaschutzgesetz heute beschließt, wird demnächst der Landtag darüber beraten.