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Glasfaserkabel von Bayka aus Roth sorgen für Highspeed-Internet | BR24

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Die Bayerischen Kabelwerke in Roth sind eine der wenigen deutschen Firmen, die Glasfaserkabel herstellen. Diese Kabel sind für schnelles Internet wichtig. Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) hat sich vor Ort umgesehen.

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Glasfaserkabel von Bayka aus Roth sorgen für Highspeed-Internet

Sie sind die Voraussetzung für Internet in Gigabit-Geschwindigkeit: Glasfaserkabel. Die Bayerischen Kabelwerke aus Roth stellen die Kabel noch in Deutschland her, veredeln und überprüfen sie. Die Konkurrenz aus China ist jedoch groß.

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Von
  • Tina Wenzel

In der Produktionshalle der Bayerischen Kabelwerke (Bayka) im mittelfränkischen Roth läuft langsam der Kabelstrang von der fast zwei Meter großen Trommel in die Maschine. Das Kabel wird mit Aluminium und festem Kunststoff ummantelt, damit es im Erdreich keinen Schaden nimmt. Wenige hundert Meter weiter kracht ein Hammer aus einem Meter Höhe auf ein Glasfaserkabel hinunter, das Kabel wird gebogen und gequetscht. Trotzdem darf es nicht kaputt gehen, sagt Benedikt Spangenberg, der Leiter für Forschung und Entwicklung bei Bayka.

Gigabit-Internet in Bayern

Die Bayerischen Kabelwerke sind eine der wenigen Fabriken in Deutschland, in deren Werken Glasfaserkabel hergestellt werden. Die Kabel werden dringend gebraucht, betont die bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, bei ihrem Besuch in Roth. Bis 2025 soll über ein Glasfasernetz in ganz Bayern Internet in Gigabit-Geschwindigkeit zur Verfügung stehen, so die Ministerin. Derzeit surfen die meisten Menschen in Bayern mit 30 oder 100 Megabit durchs Internet. Doch gerade Unternehmen brauchen ein viel schnelleres Netz.

Konkurrenz aus China

Von dem Ausbau des Glasfasernetzes will auch die Bayka profitieren, sagt Geschäftsführer Thomas Schrimpff: "Wir versprechen uns mehr Absatz, aber die Konkurrenz aus Fernost, vor allem aus China, ist in diesem Bereich sehr groß." Die Bayka könne dafür mit kurzen Lieferzeiten und kleineren Mindestmengen punkten, so Schrimpff.

Exporte leiden unter Corona-Krise

Durch die Corona-Krise ist das Unternehmen nach eigenen Angaben bislang gut durchgekommen. Kurzarbeit mussten die Kabelwerke nicht anmelden. Bemerkbar macht sich die Krise vor allem im Exportgeschäft. Ein starker Kundenkreis sitzt zum Beispiel in Spanien. Doch die Exporte in das Land sind durch die Krise derzeit schwierig, sagt Schrimpff.

Lange Unternehmenstradition in Roth

Die Bayerischen Kabelwerke bestehen schon seit 135 Jahren am Standort in Roth. Die Firma ist mit ihren mehr als 300 Mitarbeitern das letzte Universalkabelwerk in Deutschland. Neben Glasfaserkabeln bietet die Bayka unter anderem auch Starkstromkabel und Signalkabel an. Kunden sind beispielsweise die Deutsche Bahn, Telekom und die N-Ergie.

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Die Bayerische Kabelwerke aus Roth sind eine der wenigen Fabriken, die in ihren Werken in Deutschland Glasfaserkabel herstellen, veredeln und überprüfen. Glasfaserkabel gelten als das Rückgrat für ein Internet mit Gigabit-Geschwindigkeit.

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