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Glasfaseranschluss und Handynetz: Oberfranken hinkt hinterher | BR24

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Durch farbige Leerrohre werden Glasfaserkabel zu Hausanschlüssen auf einer Baustelle für den Breitband-Internetausbau eingeblasen.

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Glasfaseranschluss und Handynetz: Oberfranken hinkt hinterher

Beim Ausbau der digitalen Infrastruktur gibt es in Oberfranken Nachholbedarf. Neben zu vielen Funklöchern und einem zu löchrigen Glasfasernetz verfügen die ländlichen Regionen aber immerhin über schnelles Internet.

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Von
  • Richard Padberg

Beim Ausbau der digitalen Infrastruktur in Oberfranken gibt es weiter Nachholbedarf – es wurden zuletzt aber auch Fortschritte verzeichnet. Das hat eine Online-Pressekonferenz der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft deutlich gemacht.

Oberfranken: schnelles Internet im ländlichen Raum

In Oberfranken können überdurchschnittlich viele Haushalte schnelles Internet nutzen, erklärte Thomas Kaeser, der Regionalvorsitzende der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Mehr als 80 Prozent der Haushalte könnten sogar mit 100 Megabit pro Sekunde im Internet unterwegs sein. Auch im ländlichen Raum habe die Versorgung mit schnellem Internet zugenommen. Das gehe insbesondere auf das Engagement der Kommunen zurück, so Kaeser: Alle 214 oberfränkischen Kommunen hätten Anträge zum Breitband-Förderprogramm der Bayerischen Staatsregierung eingereicht oder seien bereits gefördert worden.

Glasfasernetz und Mobilfunkabdeckung ausbaufähig

Handlungsbedarf bestehe in Oberfranken neben der Mobilfunkabdeckung auch im Ausbau des Glasfasernetzes – das höhere Übertragungsraten und somit noch schnelleres Internet garantiert. Nur 11,6 Prozent der Endkunden hätten bereits einen Glasfaseranschluss, bayernweit seien es 15,3 Prozent. Kaeser appellierte deshalb an die oberfränkischen Kommunen, sich am bayerischen Gigabit-Förderprogramm zu beteiligen. Ein Glasfaseranschluss sei inzwischen ein wichtiger Standortvorteil.

Handynetz weist zu viele Funklöcher auf

Die Mobilfunkversorgung habe sich aus Sicht der oberfränkischen Unternehmen zwar insgesamt verbessert, dennoch gebe es weiterhin zu viele Funklöcher, die es zu stopfen gelte, so Kaeser. Ein flächendeckendes LTE-Netz sei außerdem die Voraussetzung für den Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes. Kaeser appellierte in diesem Fall an die Kommunen, sich am bayerischen Mastenförderprogramm zu beteiligen. Der Bedarf an schnellem Netz steige schnell an, in fünf Jahren müssten 5G und Glasfaseranschlüsse lückenlos verfügbar sein.

Digitalisierung gewinnt in Zeiten von Corona an Bedeutung

Durch die Corona-Pandemie und vermehrtes Arbeiten im Homeoffice habe die Digitalisierung einen Schub bekommen. Deshalb dürfe man im Netzausbau nicht nachlassen. Kaeser plädierte aber auch dafür, gesellschaftliche Bedenken aufzunehmen und eine öffentliche Kampagne zum Aufbau von Mobilfunkmasten zu starten. Damit solle den Bedenken der Bürgerinnen und Bürger begegnet werden, um so den Kommunen die Mitwirkung am Ausbau zu erleichtern.

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