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Glätte und Nebel: Massenkarambolage mit 29 Verletzten auf A7 | BR24

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Bei Marktbreit im Landkreis Kitzingen sind bei mehreren Auffahrunfällen innerhalb weniger Minuten 34 Menschen verletzt worden.

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Glätte und Nebel: Massenkarambolage mit 29 Verletzten auf A7

Massenkarambolage auf der A7 in Unterfranken: Auf eisglatter Fahrbahn sind am Sonntagmorgen bei dichtem Nebel 18 Fahrzeuge ineinander gekracht, darunter auch vier Einsatzfahrzeuge der Rettungskräfte. Bilanz: 34 Verletzte, zwei davon Schwerverletzte.

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Bei Glatteis sind am Sonntagmorgen gegen 7.20 Uhr auf der A7 im Landkreis Kitzingen 18 Fahrzeuge ineinander gekracht. Bei der Massenkarambolage nahe Marktbreit sind laut Bayerischem Roten Kreuz 34 Menschen verletzt worden. Der Fahrer eines Kleintransporters hatte auf der A7 auf einer vereisten Autobahnbrücke über dem Main die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war in die Mittelleitplanke gekracht.

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Auf der A7 bei Kitzingen ist es zu einem schweren Unfall gekommen. Grund war offenbar Glatteis. 34 Personen wurde zum Teil schwer verletzt.

Frau bei Unfall auf A7 eingeklemmt

Weil es sehr neblig und glatt war, konnten die nachfolgenden Autofahrer nicht mehr rechtzeitig bremsen und es kam nacheinander zu Auffahrunfällen - auch noch, als die ersten Einsatzfahrzeuge vor Ort waren. Die Sicht lag unter 50 Metern. Eine Frau wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Sie kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Weiter vorne an der Unfallstelle türmten sich der Kleintransporter, ein Anhänger und ein Auto übereinander.

18 Personen mussten laut Bayerischem Roten Kreuz zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Der 49-jährige Unfallverursacher aus dem Landkreis Neu-Ulm überstand den Crash unverletzt.

Situation auch für Einsatzkräfte extrem gefährlich

Drei Fahrzeuge der Feuerwehr und ein Fahrzeug der Polizei wurden beschädigt - trotz eingeschaltetem Blaulicht. Ein Wagen des Bayerischen Roten Kreuzes hat voraussichtlich nur noch Schrottwert. Ein Streifenwagen der Polizei, der die Unfallstelle abgesichert hatte, wurde gerammt und verlor dabei ganze Fahrzeugteile.

Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Bereich. Während der fast zehnstündigen Bergungsarbeiten war die A7 in Richtung Kassel zeitweise komplett gesperrt.

ADAC: Bei Blitzeis besser Auto stehen lassen

Laut Deutschem Wetterdienst sind Nebel und glatte Straßen im November normal. Besonders tückisch sei überfrierender Regen, so eine Sprecherin der Behörde in München. Laut ADAC gibt es für Autofahrer bei Blitzeis kein Patentrezept. Sowohl Winterreifen als auch das heute serienmäßig eingebaute Antiblockiersystem (ABS), ja selbst Schneeketten seien dann nicht mehr hilfreich, schreibt der Autoclub auf seiner Homepage. Der ADAC empfiehlt, bei der Warnung vor Blitzeis oder Eisregen besser ganz auf Autofahrten zu verzichten.