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Gitarrenfestival in Wertingen: Light-Version wegen Corona

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Gitarrenfestival in Wertingen: Light-Version wegen Corona

Die meisten Festivals sind für dieses Jahr abgesagt oder verschoben. Damit wollten sich die Organisatoren des Internationalen Gitarrenfestivals in Wertingen nicht zufriedengeben. Es wurde eine Lösung gefunden.

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Von
  • Judith Zacher

Gitarrenklänge werden von Freitag bis Samstag überall im Bliensbacher Schullandheim zu hören sein. 25 Gitarristinnen und Gitarristen sind nämlich hier, um zu lernen. Von den vier Dozenten, die die Workshops im Rahmen des Festivals auch dieses Jahr abhalten.

"Ich freue mich riesig"

Zum Glück, sagt Gitarristin Annemarie Maier aus Meitingen: "Ich freu mich jetzt riesig, wenigstens im kleinen Rahmen. Ich freue mich auf den Austausch mit gitarrenbegeisterten Menschen, musizieren, neue Stücke entdecken, und was für mich als Lehrerin toll ist, die Dozenten persönlich kennen zu lernen."

Ähnlich geht es Bärbel Schön. Sie ist die Initiatorin des Gitarrenfestivals in Wertingen, das sich in den vergangenen Jahren einen Namen weit über die Region hinaus gemacht hat. Das geplante Programm haben sie auf nächstes Jahr verschoben – die Workshops und Konzerte der Teilnehmer werden heuer aber mit begrenzter Besucherzahl stattfinden.

Schulklassen schauen in die Röhre

Nicht möglich ist in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit Schulklassen. Stipendien wurden trotzdem vergeben: fünf junge Gitarristen zwischen sieben und 14 Jahren dürfen am Unterricht teilnehmen. Gefördert wird das, wie das gesamte Festival, von der Stadt Wertingen mit Mitteln aus dem Kulturfonds. Außerdem stellt die Stadt die Räume im Schullandheim zur Verfügung.

Musik und Kultur, das sei einfach wichtig in dieser Zeit, betont der Wertinger Kulturreferent Frieder Brändle: "Ich als Kulturreferent sehe das ja als Musiker, wir leben im Moment in einer Kultur der Angst und Einschüchterung. Jeder einzelne muss damit klar kommen. Was hilft, das ist Musik, die Leute sind sehr kulturhungrig. Deshalb haben wir gesagt, wir wollen dieses Stück Kultur am Leben erhalten."

Bärbel Schön nickt und greift zur Gitarre, genau wie Annemarie Maier. Sie bereiten sich schon mal vor, aufs gemeinsame Spielen. Gitarrenmusik, Gespräche darüber, der Austausch mit Gleichgesinnten: darauf hätten sie auch heuer nicht verzichten wollen.

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Von
  • Judith Zacher
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