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Gillamoos: Söder attackiert AfD scharf - Debatte über Chemnitz | BR24

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Laut Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zerklüftet die Gesellschaft nach links und rechts. Die CSU sei der politische Kompass, der diese Entwichlung einfangen könne, sagte Söder auf dem Gillamoos in Abensberg.

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Gillamoos: Söder attackiert AfD scharf - Debatte über Chemnitz

Nach den Ausschreitungen in Chemnitz hat CSU-Spitzenkandidat Söder beim politischen Gillamoos die AfD scharf angegriffen. Derweil riefen SPD und Grüne auf, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu kämpfen.

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CSU-Spitzenkandidat und Ministerpräsident Markus Söder betonte bei seiner Rede auf dem Gillamoos-Jahrmarkt in Abensberg (Landkreis Kelheim), die Ausschreitungen in Chemnitz zeigten, dass "viel Hass unterwegs" sei, auf der Straße und besonders im Internet. "Diese Gesellschaft entwickelt sich nach Linksaußen und auf der anderen Seite nach Rechtsaußen". Daher brauche es ein "politisches Zentrum", einen Anker, der die Richtung angebe - und das sei in Bayern die CSU.

Chemnitz - NPD, Hooligans und der "heimliche Führer der AfD"

Mit Blick auf Chemnitz betonte Söder: "AfD, NPD, Hooligans – Seit‘ an Seit‘ sind sie marschiert." Die AfD wolle nicht nur protestieren. "Es gibt eine versteckte, geheime Agenda." Als "heimlichen Führer der AfD" bezeichnete Söder den Thüringer Rechtsaußen Björn Höcke, der die Partei systematisch umentwickeln wolle.

BR24 war live dabei beim politischen Frühschoppen auf dem Gillamoos. Verpasst? Im Video oben können Sie unsere Live-Sendung jederzeit ansehen.

Nahles: Dem rechten Mob nicht die Straße überlassen

Wenige Schritte weiter rief in einem benachbarten Zelt die SPD-Bundesvorsitzende Andrea Nahles zum Widerstand gegen Rechtsextremismus auf: Dem rechten Mob dürfe nicht die Straße überlassen werden - und nicht "unsere Demokratie". SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen betonte, die bayerischen Sozialdemokraten seien jetzt gefordert. Sie müssten aufstehen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit - und "unsere Werte verteidigen".

Nahles warf Ministerpräsident Söder eine unklare Haltung gegenüber der AfD vor. "Schließen Sie endlich eine Koalition mit der AfD aus", forderte sie. Die CSU müsse klar Stellung beziehen für den Fall, dass sie nach der Landtagswahl einen Koalitionspartner brauche. "Legen Sie die Karten auf den Tisch!"

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Natascha Kohnen fordert auf dem Abensberger Gillamoos die Sozialdemokraten auf, gegen rechte Gewalt aufzustehen.

Schulze: "Ihr werdet weichen"

Auch Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Schulze appellierte an die Menschen in Bayern, nicht die schweigende Mehrheit zu sein. "Wir hier, wir werden nicht schweigen, weil wir mehr sind." Deswegen müsse die klare Botschaft an den rechten Mob gesendet werden: "Wir Demokratinnen und Demokraten werden nicht weichen. Ihr werdet weichen!"

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Auch Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Schulze appellierte an die Menschen in Bayern, nicht die schweigende Mehrheit zu sein.

Aiwanger sieht Mitschuld bei GroKo

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger machte die Flüchtlings- und Asylpolitik der Großen Koalitionen für politische Unruhe in Deutschland mitverantwortlich. "Das bringt die Leute in letzter Zeit zu Recht auf die Palme und vielfach auf die Straße." Unter anderem kritisierte er, dass Zehntausend Zuwanderer nicht registriert seien. "Wenn wir das ändern, ich sag lieber spät als nie, dann würde es keine Ausschreitungen wie in Chemnitz geben."

Hagen: "Mir kommt das Kotzen"

FDP-Spitzenkandidat Hagen rief zum Kampf gegen Intoleranz auf. "Mir kommt das Kotzen, wenn ich sehe, wie in Chemnitz ein brauner Mob demonstriert und Leute bedroht und attackiert, weil sie irgendwie anders aussehen."

AfD verteidigt Demonstrationen

Der bayerische AfD-Chef Martin Sichert kritisierte indessen Medien und Politik für ihren Umgang mit den Protesten in Chemnitz: In den vergangenen Wochen sei der "Fremdenhass" auf die "tapferen Sachsen" zelebriert worden, die "für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit" auf die Straße gegangen seien. Damit bereiteten die Medien den wahren Nazis den Boden.

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AfD-Chef Meuthen hat die Kritik an den rechtsgerichteten Demonstranten in Chemnitz verurteilt. Ein ganzes Bundesland werde zu Unrecht verunglimpft, sagte er bei seinem Auftritt auf dem Gillamoos-Volksfest im Abensberg.

Großes Politikspektakel

Der Gillamoos ist einer ältesten Jahrmärkte in Niederbayern, immer rund um das erste Septemberwochenende. Am letzten Tag des fünftägigen Festes treten traditionell Spitzenpolitiker parallel in Bierzelten auf, die nur einen Steinwurf voneinander entfernt sind. Nach dem Politischen Aschermittwoch ist dies das größte Politikspektakel in Niederbayern.

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  • BR24 Redaktion
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