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Giftmüll von TechnoSan muss entsorgt werden | BR24

© BR/Christian Riedl

Müllhaufen auf dem Gelände in Neuötting

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    Giftmüll von TechnoSan muss entsorgt werden

    Das Recycling-Unternehmen TechnoSan hatte jahrelang auf dem Betriebsareal in Neuötting giftige Abfälle umdeklariert und in dafür nicht zugelassene Deponien gebracht. Der Geschäftsführer kam ins Gefängnis, aber auf dem Gelände liegt noch Giftmüll.

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    Auf dem Neuöttinger Betriebsgelände sollte das Recycling-Unternehmen giftige Abfälle wie zum Beispiel Gleisschotter oder Bauschutt reinigen und dann sicher deponieren. Stattdessen aber wurde bei TechnoSan der Giftmüll umdeklariert und jahrelang in dafür nicht zugelassene Deponien gebracht.

    TechnoSan klagt - trotz strafrechtlicher Aufarbeitung

    Der Gründer und Geschäftsführer von TechnoSan wurde bereits zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. TechnoSan klagt aber gegen einen Bescheid des Landratsamts Altötting, in dem steht, dass TechnoSan keinen der Abfallhaufen auf dem Betriebsgelände in Neuötting auf eigene Faust entsorgen oder vermischen darf. Diese Abfallhaufen waren von der Staatsanwaltschaft als Beweismittel beschlagnahmt worden. Insofern geht es bei dieser Klage wohl nur um formale Dinge.

    Was passiert mit dem Giftmüll?

    Auf dem Betriebsgelände von TechnoSan in Neuötting liegen noch insgesamt rund 21.000 Kubikmeter Gift-Schutt, der teils im Freien mit Planen abgedeckt und teils in Hallen lagert. 

    Für die fachgerechte Entsorgung sind nun wieder die Anlieferer verantwortlich, die den Schutt wieder abholen müssen, wie Robert Müller vom Landratsamt Altötting erklärt.

    Entsorgungskosten zahlt der Staat

    Das Firmengeflecht TechnoSan ist weitgehend pleite. Deshalb wird wohl der Landkreis Altötting den Schutt wegbaggern und deponieren müssen. So müsse die Entsorgung der Gift-Schutthaufen wahrscheinlich aus Steuergeld finanziert werden, sagt Robert Müller vom Landratsamt. Dabei rechnet der Landkreis Altötting mit einer halben Million, der Freistaat mit 2,1 Millionen Euro.