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Giftgrünes Haus stößt Stadt sauer auf | BR24

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Bildrechte: BR/Andreas Mack

Das grüne Haus in Landshut

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    Giftgrünes Haus stößt Stadt sauer auf

    Ein grünes Haus in Landshut sorgt weiter für Streit: Ein Maler hatte das Mehrfamilienhaus an einer Hauptstraße giftgrün angestrichen - und prompt Ärger mit der Stadt bekommen. Er soll die Fassadenfarbe entschärfen. Das wird wohl nicht passieren.

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    Bislang ist von der Stadt Landshut aber noch keine Aufforderung zur Umgestaltung gekommen, schmunzelt Malermeister Franz Rebl. Auch wenn der Beschluss des Bausenats nun schon rund zwei Wochen her ist.

    "Eigentlich wollte ich etwas besonderes machen, wo die Leute Freude daran haben, wenn sie vorbeifahren. Wenn ich es auffällig wollte, hätte ich es bunt gemacht." Malermeister Franz Rebl

    Franz Rebl hatte auch schon in Regensburg mit einem bunten Haus für Schlagzeilen gesorgt. Und sich durchgesetzt. Der Landshuter Bausenat will das nicht durchgehen lassen. Dafür hat auch Gerd Steinberger gestimmt. Ein derart grellgrünes Haus an diesem Standort ist für ihn ein Schock. "Das ist für mich nicht tragbar", sagt Steinberger.

    Stadtrat befürchtet mehr Verkehrsunfälle

    Für Steinberger spielt dabei auch der Verkehr eine Rolle. Autofahrer an der vielbefahrenen Straße könnten von der Farbe abgelenkt werden, fürchtet der Stadtrat.

    Die Landshuter sind sich unterdessen weiter uneins über das neue Wahrzeichen. Die Stadt soll notfalls vor Gericht gehen, auch wenn Oberbürgermeister Hans Rampf (CSU) die Chancen eher schlecht sieht.

    "Wenn er sich mit uns nicht farblich einigt, dann wird das in einem Klageverfahren enden. So ist der Beschluss. Es ist schon grell, aber ob es eine Verunstaltung ist, weil nicht direkt in der Innenstadt und etwas ausserhalb - also ich sehe jetzt nicht so das große Problem." Oberbürgermeister Hans Rampf (CSU)

    Einen Kompromiss wird es wohl nicht geben. "Ich sehe keine Veranlassung, das Haus anders zu streichen", so Rebl.