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Gewitterwolken über Bayern: Kommt der nächste Hagel? | BR24

© dpa-Bildfunk/Sylvia Bentele

Gewitterwolken über Bayern

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Gewitterwolken über Bayern: Kommt der nächste Hagel?

Schien zu Beginn des Wochenendes in großen Teilen Bayerns noch die Sonne, wird das Wetter bis Sonntag zunehmend unbeständig. Lokal steht wieder Starkregen mit Sturmböen und Hagel an, wenn auch wohl nicht so heftig wie am Pfingstmontag.

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In Bayern überlegte es sich der Sommer gleich zu Beginn des Wochenendes noch einmal anders: Bereits am Samstag drohten Gewitterwolken die Sonne im Alpenvorland und in Teilen Niederbayerns zu verdrängen, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag mitteilte.

Gewitter, Sturm - und wieder Hagel

Diese Gewitterwolken brachten Niederschlag mit sich und sorgten lokal für Starkregen mit bis zu dreißig Litern pro Quadratmeter. Zudem war laut DWD-Sprecher mit Sturmböen mit bis zu 90 Stundenkilometern zu rechnen. Auch BR-Wetterexperte Michael Sachweh rechnete mit einzelnen Gewittern, die neben Schwaben und dem Alpenrand auch das südliche Ober- und Niederbayern trafen.

Die Gewitter setzen sich am Sonntag vor allem aus Südwesten kommend fort. Die Unwettergefahr nehme im Laufe des Tages aber wieder ab, wie der DWD weiter mitteilte.

Saison auf Hütten und Almen startet später

In den Bergen kämpfen die Menschen indessen noch mit den Nachwirkungen des schneereichen Winters: Vielerorts können Kühe nicht auf die Alm, Alpenvereinshütten öffnen meist später. Der Wirt der Plauener Hütte im Zillertal Michael Puntigam etwa rechnet derzeit damit, dass er erst Anfang Juli öffnen kann. Denn ein gefahrloser Aufstieg sei immer noch nicht möglich, Schneemassen und Orkanstürme haben die Bergstation zerstört, auf der Terrasse liegen immer noch vier Meter Schnee. "Wir sind seit 16 Jahren Hüttenwirte. Aber in dem Ausmaß haben wir das noch nicht erlebt."

Auch andere Hütten sind betroffen. Am Stöhrhaus am Untersberg in den Berchtesgadener Alpen, das derzeit renoviert wird, sind die Hauptzugangswege gesperrt, weil Wegstücke weggebrochen sind. Zum Hallerangerhaus im Karwendel auf 1.768 Metern gab es bis vor kurzem ebenfalls keinen Zugang - der Weg war von Lawinen verschüttet. Das Pfingstgeschäft mussten Hüttenwirtin Kerstin Lehner und ihr Mann ausfallen lassen.

Auf den Almen wächst noch zu wenig Futter für die Kühe

Auch den Almbauern machen die Folgen des Winters zu schaffen. Im Schnitt ein bis zwei Wochen später finde der Almauftrieb statt, sagt Susanne Krapfl vom Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten in Holzkirchen. Die Vegetation ist verzögert, damit fehlt es an Futter. Auf Hochalmen und nordseitig gehe es teils erst drei Wochen später los. "Das wirbelt die Planung gewaltig durcheinander."

© BR

Meteorologe Michael Sachweh mit seiner Wetterprognose.