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Gewerkschaft wirft Molkerei Alpenhain Einschüchterung vor | BR24

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Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten wirft der Pfaffinger Molkerei Alpenhain unlautere Mittel im Konflikt mit Arbeitnehmervertretern vor. Am Auto eines Gewerkschaftssekretärs sei eine Parkkralle angebracht worden. Die Molkerei verteidigt sich.

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Gewerkschaft wirft Molkerei Alpenhain Einschüchterung vor

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten wirft der Pfaffinger Molkerei Alpenhain unlautere Mittel im Konflikt mit Arbeitnehmervertretern vor. Am Auto eines Gewerkschaftssekretärs sei eine Parkkralle angebracht worden. Die Molkerei verteidigt sich.

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Der Konflikt zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Molkerei Alpenhain in Pfaffing im Landkreis Rosenheim spitzt sich zu. Dabei geht es um einen Vorfall, auf den die NGG am Mittwoch aufmerksam gemacht hat. Während des Besuchs eines Gewerkschaftssekretärs beim Betriebsrat des Käseherstellers am Dienstag sei rechtswidrig eine Parkkralle an dessen Auto angebracht worden. Geschäftsführer Robert Winkelmann habe zudem gesagt, man müsse "die Gewerkschaft von den Mitarbeitern fernhalten. Dann geht es ihnen besser."

Alpenhain wehrt sich gegen die Vorwürfe

Während die Gewerkschaft das als Einschüchterungsversuch wertete, hat sich die Molkerei auf BR-Anfrage verteidigt. Zum einen sei die oben genannte Aussage des Alpenhain-Geschäftsführers so nicht gefallen und "sinngemäß aus einem größeren Zusammenhang konstruiert." Der Geschäftsführer habe darauf hingewiesen, dass das Vorgehen der NGG gerade in Corona-Zeiten verantwortungslos sei und mehr Schaden als Nutzen anrichte. Deswegen habe Geschäftsführer Winkelmann gesagt, er sehe es als seine Pflicht, die Mitarbeiter vor einer "aus seiner Sicht zerstörerischen Haltung der Gewerkschaft zu schützen."

Zum anderen habe man das Auto des Gewerkschaftssekretärs mit der Parkkralle festgesetzt, um ihn auf die rechtliche Situation hinzuweisen. Seit September vergangenen Jahres gelte ein richterlicher Beschluss, demnach der Gewerkschaftssekretär das Gelände nur nach Anmeldung betreten dürfe oder zu Sitzungen des Betriebsrates sowie Betriebsversammlungen. Nichts davon habe beim gestrigen Besuch zugetroffen, so das Unternehmen.

Langer Streit um die Einführung eines Tarifvertrags

Die Gewerkschaft und der Betriebsrat von Alpenhain fordern schon länger einen Tarifvertrag für die rund 450 Beschäftigten am Standort Pfaffing. Zuletzt haben sie den Druck auf das Unternehmen erhöht, vor wenigen Wochen 24 Stunden lang das Werk bestreikt. Das Unternehmen lehnt einen Tarifvertrag mit der Begründung ab, dass sich gute Arbeitsbedingungen "am besten innerbetrieblich gestalten" ließen.

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