BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Gewerkschaft lobt Einsatz der Mitarbeiter | BR24

© BR/Joseph Weidl

"Danke"-Flugblatt der IG Metall

Per Mail sharen
Teilen

    Gewerkschaft lobt Einsatz der Mitarbeiter

    Die Firma Bosch-Rexroth in Elchingen bei Neu-Ulm will sparen. Das ist seit einem Jahr bekannt. Hunderte Arbeitsplätze sollen wegfallen. Aber: Belegschaft und IG Metall konnten Jobs retten. Grund für die Gewerkschaft, Danke zu sagen. Von Joseph Weidl

    Per Mail sharen
    Teilen

    Das Unternehmen, das in Elchingen mit über 2.000 Beschäftigten Antriebs- und Steuerungstechnik produziert, wollte zunächst mehr als 600 Stellen streichen. Ein wichtige Produktionslinie sollte in die Türkei verlagert werden. Vor einem Jahr, am 12. Oktober, hat die IG Metall dagegen nicht nur protestiert, sondern auch begonnen, zusammen mit der Belegschaft ein Konzept zu erarbeiten, wie trotz der Sparmaßnahmen Arbeitsplätze gerettet werden können.

    "Weg gemeinsam gegangen"

    Ein Jahr danach kann die Gewerkschaft die Verhandlungen der vergangenen Monate als äußerst positiv bewerten. Im Gegensatz zu allen anderen habe dieser "Arbeitnehmerdialog" in Elchingen funktioniert, freut sich Gewerkschafter und Betriebsrat Robert Grochol. "Unsere Werksleitung - bis hoch zum Vorstand - ist mit uns an dem Tisch gesessen und ist den Weg gemeinsam mit uns gegangen." Weil zum einen der Jobabbau sozialverträglich erfolgt, zum anderen weniger Stellen als befürchtet gestrichen werden, verteilte auch Grochol von 6 bis 8 Uhr "Danke"-Flugblätter vor dem Werk an die Mitarbeiter. Überschrieben ist es mit "Ein Jahr das sich für Euch gelohnt hat!".

    Aus für Produktionslinie abgewendet

    Von den Vorschlägen wurden einige von der Betriebsleitung angenommen, was dazu geführt hat, dass eine Produktionslinie, die ausgelagert werden sollte, in Elchingen bleibt. Rund 120 Arbeitsplätze konnten so gerettet werden - "gute Arbeitsplätze, tarifgebundene Arbeitsplätze, wo's um uns rum ja gar nimmer so gibt", hob Gewerkschafter Grochol hervor.

    Trotzdem: Die Zukunft von rund 150 Mitarbeitern ist noch offen. "Auch da sind wir zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, das sozialverträglich abzubauen. Wir haben Zeit bis Ende 2018 und werden diese auch nutzen", sagte Michael Everts, kaufmännischer Werksleiter, dem BR.