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Gewerbliche Berufsschule wird zum teuersten Neubau Bayreuths | BR24

© BR/Anja Bischof

Der Neubau der Gewerblichen Berufsschule in Bayreuth wird über 100 Millionen Euro teuer und damit mehr als doppelt soviel kosten, wie vor zwei Jahren angenommen.

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Gewerbliche Berufsschule wird zum teuersten Neubau Bayreuths

Der Neubau der Gewerblichen Berufsschule in Bayreuth wird voraussichtlich über 100 Millionen Euro kosten. Obwohl noch vor zwei Jahren von nur 40 Millionen die Rede war, weist die Baureferentin den Vorwurf, die Kosten hätten sich verdoppelt, zurück.

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Der Neubau der Gewerblichen Berufsschule in Bayreuth wird zum teuersten Neubauprojekt der Stadt seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Die aktuellen Kostenschätzungen liegen bei 86 Millionen Euro netto. Inklusive Mehrwertsteuer steht somit eine Summe von rund 102 Millionen Euro im Raum. Zum Vergleich: Die Kosten für die Sanierung der früheren Stadthalle, des künftigen Friedrichsforums, werden derzeit auf rund 85 Millionen Euro brutto geschätzt. Erst vor einer Woche diskutierte der Bauausschuss über eine deutliche Kostensteigerung beim Bau eines neuen Toilettenhäuschens am Festspielhaus.

Bauausschuss diskutiert zwei Stunden

Der Bauausschuss der Stadt hat am Dienstag (21.01.20) nach knapp zweistündiger Diskussion die aktuelle Kostenschätzung befürwortet. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe (BG) bezeichnete die Schule als eine unverzichtbare Bildungseinrichtung, die mit ihrem Neubau zum Pilotprojekt für andere Schulen werden könne.

"Geld, das wir in die Bildung investieren, ist gut angelegtes Geld." Brigitte Merk-Erbe, Oberbürgermeisterin von Bayreuth

Zu Beginn der Planung im Jahr 2017 war noch von Kosten in Höhe von 40 Millionen Euro die Rede. Bayreuths Baudirektorin Urte Kelm wehrt sich aber deutlich dagegen von einer Verdopplung der Kosten zu sprechen. Zu Beginn des Projektes hätte es lediglich ein abstraktes Raumprogramm gegeben und damit nur einen fiktiven Neubauwert, so Kelm. Nun seien die Planungen deutlich konkreter und eine realistische Kostenschätzungen erst möglich.

Nutzfläche und Kosten der Berufsschule steigen

Zur Begründung dafür, warum die Kosten so hoch sind, nennt Kelm die im Zuge der Planung gestiegene Nutzfläche von 10.000 auf 14.000 Quadratmeter. Auch die seit den ersten Berechnungen gestiegenen Kosten pro gebautem Quadratmeter seien ein Grund. Dazu fielen Sonderkosten an, um alte Gebäude abzureißen. Die Rede ist von rund sechs Millionen Euro.

Umbau der Berufsschule im laufenden Betrieb

Und noch eine Herausforderung haben die Bauherren: Die Schule in der Kerschensteiner Straße muss während des kompletten Um- und Neubaus weiter genutzt werden können. Zur Höhe des Fördersatzes konnte Baureferentin Kelm im Bauausschuss noch keine Aussagen machen. Das sei erst im Herbst dieses Jahres möglich. Dann soll auch eine detaillierte Kostenberechnung vorliegen.

Drei Gebäudeteile entstehen

Die Gewerbliche Berufsschule wurde 1957 in Betrieb genommen. Nach dem Umbau soll sie aus drei Gebäudeteilen bestehen, die miteinander verbunden sind. Ende Januar wird der Stadtrat ebenfalls über die aktuelle Kostenschätzung abstimmen.