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Gewalttat in Augsburg: Mutmaßliche Mittäter doch wieder in Haft | BR24

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Nach dem Tötungsdelikt am Augsburger Königsplatz vom 6. Dezember sind nach BR-Informationen alle sieben Tatbeteiligten wieder in Untersuchungshaft. Sechs von ihnen waren vor Weihnachten auf freien Fuß gekommen.

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Gewalttat in Augsburg: Mutmaßliche Mittäter doch wieder in Haft

Wendung im Fall Augsburg: Nachdem das Landgericht die Haftbefehle aufgehoben hatte, sind nun doch alle sechs mutmaßlichen Mittäter wieder in Haft. Die jungen Männer sollen am Nikolaustag an der Tötung eines Feuerwehrmanns beteiligt gewesen sein.

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Die sechs mutmaßlichen Mittäter der Gewalttat am Augsburger Königsplatz vom Nikolaustag sind nun doch wieder in Untersuchungshaft. Das Landgericht Augsburg hatte zwar die Haftbefehle gegen sie kurz vor Weihnachten aufgehoben. Doch das Oberlandesgericht München hat diese Entscheidung jetzt kassiert. Das teilten mehrere Anwälte der Beschuldigten BR24 mit. Die Begründung für die erneute Inhaftierung ist noch nicht bekannt.

Den Anwälten liegt der Beschluss des Oberlandesgerichts noch nicht vor. Der Augsburger Rechtsanwalt Helmut Linck, der einen der Verdächtigen vertritt, zeigte sich allerdings erstaunt angesichts dieser erneuten Wendung. Der zuvor ergangene Beschluss des Landgerichts, sei "eindeutig" gewesen und habe kaum Interpretationsspielraum gelassen.

Alle sieben Verdächtigen wieder in Haft

Damit sind wieder alle sieben mutmaßlichen Tatbeteiligten in Haft. Der 17-jährige mutmaßliche Haupttäter war nicht aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Wie Rechtsanwalt Helmut Linck dem BR am Abend mitteilte, hat sich sein mittlerweile 18-jähriger Mandat den Ermittlungsbehörden gestellt. Auch ein weiterer 19-Jähriger hat sich im Beisein eines weiteren Anwalts gestellt. Beide wollten so einer drohenden Verhaftung zuvorkommen.

Landgericht: Keine Flucht- oder Verdunkelungsgefahr

Das Landgericht Augsburg hatte die mutmaßlichen sechs Mittätern des Hauptverdächtigen kurz vor Weihnachten aus der U-Haft entlassen. Bei zwei der Beschuldigten sei zwar der dringende Tatverdacht der gefährlichen Körperverletzung gegeben, allerdings bestehe keine Flucht- oder Verdunkelungsgefahr.

Die sieben jungen Männer stehen im Verdacht, am 6. Dezember einen Feuerwehrmann, der mit seiner Frau und Freunden gemeinsam den Christkindlesmarkt besucht hatte, im Streit tödlich verletzt zu haben.

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  • Barbara Leinfelder
  • BR24 Redaktion
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