BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Anwalt sieht bei Gewalttat in Augsburg keine "konkrete Beihilfe" | BR24

© BR/Thomas Pösl

Sechs Wochen nach der tödlichen Attacke am Augsburger Königsplatz zieht der Anwalt eines Verdächtigen vor das höchste deutsche Gericht: Er will erreichen, dass der Haftbefehl gegen seinen 17-jährigen Mandanten aufgehoben wird.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Anwalt sieht bei Gewalttat in Augsburg keine "konkrete Beihilfe"

Das höchste deutsche Gericht soll sich mit dem Fall des getöteten Feuerwehrmanns vom Augsburger Königsplatz auseinandersetzen. Der Anwalt, der einen der sieben jungen Männer in U-Haft vertritt, hält den Haftbefehl für schlecht begründet.

Per Mail sharen
Teilen

Ein Hauptverdächtiger und sechs weitere junge Männer sitzen in Untersuchungshaft seit der tödlichen Attacke auf einen 49 Jahre alten Mann am Augsburger Königsplatz. Der Berufsfeuerwehrmann starb am 6. Dezember. Einer der Anwälte, der einen 17-Jährigen vertritt, hat jetzt beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde gegen die Untersuchungshaft seines Mandanten eingelegt.

Anwalt setzt auf rasche Entlassung aus der Untersuchungshaft

Anwalt Felix Dimpfl will erreichen, dass der Haftbefehl aufgehoben oder zumindest ausgesetzt wird. Dimpfl sagt im BR-Interview: "Wir haben zunächst Verfassungsbeschwerde eingelegt und einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gestellt. Letztendlich hoffen wir, dass sehr zeitnah entschieden wird und dem Erlass einer einstweiligen Anordnung stattgegeben wird. Das würde bedeuten, dass mein Mandant unverzüglich auf freien Fuß gesetzt wird."

U-Haft sei nicht gerechtfertigt

Dimpfl argumentiert, dass seinem Mandanten keine konkrete Beihilfe vorgeworfen werde. Deshalb hält er die Untersuchungshaft für nicht gerechtfertigt. Fünf weiteren jungen Männern wird "Beihilfe zum Totschlag" vorgeworfen. Sobald die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben hat, wird es in einem Verfahren unter anderem wohl um die Frage gehen, ob die Umstehenden hätten eingreifen und den Tod des 49-Jährigen hätten verhindern können.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!