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Gewalttat in Augsburg: Amtsgericht lehnt Haftbeschwerden ab | BR24

© dpa

Trauerfeier in Augsburg nach Attacke auf Feuerwehrmann

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    Gewalttat in Augsburg: Amtsgericht lehnt Haftbeschwerden ab

    Nach dem gewaltsamen Tod eines 49-jährigen Feuerwehrmanns auf dem Augsburger Königsplatz legten die Anwälte von sechs der sieben Verdächtigen Haftbeschwerden ein. Das Amtsgericht hat diese jetzt abgelehnt. Als nächstes ist das Landgericht am Zug.

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    Im Fall der tödlichen Attacke auf einen 49-Jährigen am Augsburger Königsplatz bleiben alle sieben Verdächtigen zunächst hinter Gittern. Das Amtsgericht Augsburg lehnte die Haftbeschwerden von sechs mutmaßlichen Tatbeteiligten ab, wie die Staatsanwaltschaft Augsburg mitteilte. Den Jugendlichen wird unter anderem Beihilfe zum Totschlag vorgeworfen.

    Im Fall des Hauptbeschuldigten, der den Feuerwehrmann mit einem Schlag getötet haben soll, ist laut dessen Anwalt Marco Müller noch keine Haftbeschwerde eingereicht worden. Der 17-Jährige sitzt wegen Totschlags in Untersuchungshaft.

    Landgericht Augsburg entscheidet jetzt über Haftbeschwerden

    Über die sechs Haftbeschwerden wird nun das Landgericht Augsburg entscheiden. Rechtsanwalt Michael Menzel, der einen der Beschuldigten vertritt, sagte, er gehe davon aus, dass dies noch vor Weihnachten geschehe. Zunächst war das Amtsgericht zuständig, da die Haftbefehle ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht erlassen hatte.

    Mehrere Rechtsanwälte hatten Zweifel an den Haftbefehlen geäußert. Sie bezogen sich insbesondere auf ein Video, das aus einem Taxi heraus aufgenommen wurde und die Gewalttat zeigen soll. Auf der Dashcam-Aufnahme sei nicht erkennbar, dass das Opfer von den Jugendlichen umzingelt worden sei, wie dies von der Polizei dargestellt worden sei. Die Augsburger Staatsanwaltschaft erklärte, dass das Dashcam-Video bekannt und in die Ermittlungen eingeflossen sei.

    Tödliche Attacke am Nikolaustag in Augsburg

    Der 49-Jährige war am Nikolaustag spätabends bei einer Auseinandersetzung mit den sieben Jugendlichen beziehungsweise jungen Erwachsenen gestorben. Das Opfer war als Feuerwehrmann bei der Augsburger Berufsfeuerwehr beschäftigt.

    In den vergangenen Tagen hatten Feuerwehren in etlichen Orten an den Familienvater erinnert. Am Samstag fand in seinem Heimatort Neusäß die Trauerfeier statt.