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GEW Unterfranken begrüßt Maskenpflicht in Schulen | BR24

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Schüler mit Maske

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    GEW Unterfranken begrüßt Maskenpflicht in Schulen

    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Unterfranken hat die befristete Maskenpflicht für bayerische Schulen begrüßt. Allerdings lägen die eigentlichen Probleme der Schulen eher bei fehlenden Betriebsärzten oder dem ungelösten Lehrermangel.

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    Von
    • Achim Winkelmann

    In den ersten beiden Schulwochen sollen alle Schüler in Bayern ab der 5. Jahrgangsstufe während des Unterrichts einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Darauf verständigten sich die Teilnehmer eines Schulgipfels.

    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Unterfranken hat diese befristete Maskenpflicht für bayerische Schulen begrüßt. Allerdings lägen die eigentlichen Probleme der Schulen eher bei fehlenden Betriebsärzten oder dem ungelösten Lehrermangel, teilte am Montag der unterfränkische GEW-Bezirksvorsitzende Jörg Nellen mit.

    Betriebsärzte für Schulen notwendig

    Die Staatsregierung erfülle mit der Maskenpflicht zwar die Forderung der GEW nach Arbeitsschutz für die Lehrer und einheitlichen Regelungen für die Schulen. Dennoch bestehe die Gefahr eines Ablenkungsmanövers.

    So hätten Schulen noch immer keine Betriebsärzte, so Nellen. Obwohl seit 1999 vorgeschrieben sei, dass alle staatlichen Betriebe einen Betriebsarzt haben müssten, verschleppe die Staatsregierung deren Einführung für Schulen konsequent. Das führe zu absurden Situationen: Schulleiter müssten entscheiden, ob sie sich bei Krankheitssymptomen in der Schule an das Gesundheitsamt wendeten oder es laufen ließen.

    Problem: Lehrermangel

    Die Masernimpfpflicht für ab 1970 geborene Lehrkräfte müssten Schulleitungen überprüfen, dokumentieren und gegebenenfalls sanktionieren, sonst drohten 2.500 Euro Bußgeld. "Das ist nicht der Job von Schulleitungen", meint Nellen.

    Außerdem moniert die Gewerkschaft weiterhin einen Lehrermangel. Vor allem an Grund- und Mittelschulen arbeiteten die Lehrkräfte seit sieben Jahren an der Belastungsgrenze. Das Anwerben von unqualifizierten Team-Lehrkräften, die Lehrer mit Attest vertreten sollten, bezeichnet die GEW Unterfranken als "Witz". Studierende, Qualifikanten ohne Staatsexamen und Lehrkräfte, die anderswo keinen Job bekommen haben, könnten die Lücken nicht füllen.

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