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Bayern

Getreideernte in Unterfranken wegen Trockenheit viel früher | BR24

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Trockener Ackerboden

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    Getreideernte in Unterfranken wegen Trockenheit viel früher

    Die Getreideernte in Unterfranken hat begonnen, drei Wochen früher als sonst. Grund ist die anhaltende Trockenheit. Seit Wochen hat es hier nicht mehr geregnet. Das Getreide kann deshalb wichtige Nährstoffe nicht vollständig einlagern und reift aus.

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    Die Landwirte müssen ihre Wintergerste notreif ernten und rechnen deshalb mit hohen Ernteeinbußen von bis zu 50 Prozent. "Im Prinzip fehlen uns fünf Wochen Vegetation," so Landwirt Volker Schmitt aus Münnerstadt im Landkreis Bad Kissingen. Der feuchte Herbst habe das Getreide nicht tief genug wurzeln lassen, das räche sich jetzt bei heißen Temperaturen und kaum Niederschlag umso mehr, so Schmitt weiter.

    Nicht überall gleich schlimm

    Dabei ist die Situation innerhalb Unterfrankens unterschiedlich. Besonders wenig geregnet hat es in der Region Haßberge, wo die Böden sowieso schon sandig und trocken sind. Dort sind die Erträge laut Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten besonders schlecht. Andernorts sieht es aber nicht so schlecht aus wie 2015, weil es von April bis Juni relativ gute Niederschläge gab. Allerdings brauchen Zuckerrüben, Mais und Sojabohne jetzt dringend Wasser.

    "Bei mir in den Weinbergen um Retzbach und Zellingen hat es seit April keinen Tropfen geregnet." Winzerin Christine Pröstler.

    Im Maintal wird stellenweise das Obst schon bewässert. In der Volkacher Gegend wird zum Teil schon bewässert. Auch die Winzer rechnen mit einer verfrühten Weinlese Ende August/Anfang September, aber auch mit einer sehr guten Qualität des Jahrgangs. Über Regen würden sich dennoch alle freuen, so Horst Kolesch vom Weingut Juliusspital in Würzburg.