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Getreideernte in Bayern: Wenig Geld für wenig Weizen | BR24

© dpa-Bildfunk/Jens Büttner

Mit Mähdreschern ernten Bauern ein Weizenfeld ab.

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    Getreideernte in Bayern: Wenig Geld für wenig Weizen

    Trockenheit, hohe Temperaturen, lokale Unwetter: Die Bauern ernten heuer zwar mehr Getreide als im Vorjahr, aber immer noch weniger als im langjährigen Durchschnitt. Im Ausland lief es besser, und das lässt auch noch den Weizenpreis sinken.

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    Die Getreideernte in Bayern fällt in diesem Jahr nach bisherigen Daten überwiegend besser aus als im Vorjahr. Nach Schätzungen des Bayerischen Landesamtes für Statistik werden etwa 6,8 Millionen Tonnen geerntet (plus 9,4 Prozent). Im Vergleich zum langjährigen Mittel bedeutet dies für die Bauern allerdings eine Ernteeinbuße von 3,6 Prozent.

    Die Gründe liegen zum großen Teil beim Wetter: Trockenheit, Temperaturen bis zu 40 Grad und Unwetter haben regional zum Teil starke Schäden auf den Feldern und im Wald angerichtet. Das berichtet der Bayerische Bauernverband (BBV). Besonders zu kämpfen hatten nach Angaben des BBV die Landwirte im Norden Bayerns, also in Franken und der Oberpfalz.

    Französische Bauern fahren starke Weizenernte ein

    Weltweit ist dagegen die Weizenernte gestiegen. Besonders stark war sie dieses Jahr im Nachbarland Frankreich - und das drückt die Preise. So bekommen die heimischen Landwirte bei der neuen Ernte derzeit rund 167 Euro pro Tonne. Das ist der tiefste Stand seit 20 Monaten. Ende Mai lag er noch bei 190 Euro pro Tonne.

    Das Bayerische Landesamt für Statistik hat für seine Ernteprognose auf die bisher vorliegenden Ergebnisse der "Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung" zurückgegriffen. Ergänzt wurden sie um Ertragsschätzungen aus der Ernte- und Betriebs-Berichterstattung im Berichtsmonat Juli.