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Getöteter Feuerwehrmann in Augsburg: Trauer in ganz Bayern | BR24

© dpa-Bildfunk

Rund 100 bis 150 Feuerwehrmänner und -Frauen fanden sich am Tatort ein und trauerten um ihren getöteten Kollegen.

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Getöteter Feuerwehrmann in Augsburg: Trauer in ganz Bayern

Der gewaltsame Tod eines Feuerwehrmanns bestürzt ganz Bayern. Seine Kollegen stehen unter Schock. Am Tatort nahmen sie Abschied und gedachten dem 49-Jährigen. Innenminister Seehofer und Bayerns Ministerpräsident Söder zeigte sich fassungslos.

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Mit Kerzen, Blumen und Kränzen bekunden viele Menschen in Augsburg ihre Anteilnahme am Tod des Feuerwehrmanns aus Augsburg. In den Sozialen Medien bringen viele Bayern ihre Trauer und ihre Wut über die tödliche Attacke zum Ausdruck. Der 49-jährige Mann war zusammen mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar in der Augsburger Innenstadt unterwegs, als er gegen 22 Uhr mit einer Gruppe junger Männer in Streit geriet. Er sollte diesen Streit nicht überleben.

Augsburger Feuerwehrleute trauern um ihren Kollegen

Unter seinen Kollegen ist der Schock groß. Um das Unfassbare zu verarbeiten, kamen rund 100 bis 150 Feuerwehrleute am Sonntagmorgen zu einem stillen Gedenken zusammen. Die Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr Augsburg standen Arm in Arm um den Tatort. Sie legten Kränze nieder und entzündeten Kerzen. Sie wollten an der Stelle von ihm Abschied nehmen, an dem er getötet wurde.

"Ich kannte ihn sehr gut", erklärte der Sprecher der Augsburger Berufsfeuerwehr. Die Feuerwehr sei eine starke Gemeinschaft mit großem Zusammenhalt. Umso mehr seien jetzt alle betroffen. Bereits am Abend zuvor hatten Menschen Blumen und Kränze niedergelegt sowie Kerzen und Grablichter entzündet.

© dpa Bildfunk / Stefan Puchner

Feuerwehrleute legten am Tatort Kränze und Blumen ab und entzündeten Kerzen.

Auch andere Feuerwehren drückten ihr Mitgefühl aus.

CSU-Fraktion im Augsburger Stadtrat drückt ihr Mitgefühl aus

Die CSU-Fraktion im Augsburger Stadtrat drückte der Familie und den Angehörigen des Verstorbenen ihr Mitgefühl und Beileid aus. Darüberhinaus zeigte man jedoch auch Vertrauen in die Arbeit der Augsburger Kriminalpolizei.

"Wir sind fassungslos, wie diese Tat so eskalieren konnte. Unser Vertrauen gilt jetzt den Rechtsbehörden und der Augsburger Kriminalpolizei, die bereits durch kompetente Ermittlungsarbeit schnell die Verdächtigen ausfindig machen konnte." Bernd Kränzle, CSU-Fraktionsvorsitzender im Augsburger Stadtrat

Innenminister Seehofer zeigt sich aufgewühlt

Innenminister Horst Seehofer (CSU) äußerte sich im Sonntagsstammtisch im Bayerischen Fernsehen zu dem tödlichen Vorfall.

"Was mich wirklich aufgewühlt hat, ist, dass in Augsburg ein friedfertiger Bürger totgeschlagen wurde, schlichtweg totgeschlagen wurde. So etwas wühlt mich auf." Innenminister Horst Seehofer
© BR

Zwei Tage nach einer tötlichen Attacke von Jugendlichen auf einen Mann in Augsburg hat sich Bundesinnenminister Horst Seehofer bestürzt geäußert. "So etwas wühlt mich auf", sagte er beim Sonntagsstammtisch im BR Fernsehen.

Ministerpräsident Söder erschüttert

Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder zeigte sich von der tödlichen Attacke auf den Augsburger Feuerwehrmann geschockt. Er forderte die Bevölkerung auf, die Polizei mit Hinweisen auf die Täter zu unterstützen.

"Wir alle sind erschüttert über die schreckliche Gewalttat in Augsburg. Unser aller Mitgefühl gebührt den Angehörigen des Feuerwehrmanns, der am Freitagabend Opfer eines brutalen Angriffs geworden ist. Wichtig ist nun auch, dass die Bevölkerung unserer Polizei mit Hinweisen auf die Täter weiterhilft." Bayerns Ministerpräsident Markus Söder

Freie-Wähler-Chef Aiwanger will Gewaltursachen bekämpfen

Auch der stellvertretende bayerische Ministerpräsident meldete sich in den Sozialen Netzwerken zu Wort. Auf Twitter rief Hubert Aiwanger (Freie Wähler) dazu auf, die Ursachen der Brutalität zu analysieren und gezielt zu bekämpfen.

Augsburgs OB Kurt Gribl bestürzt über Tod des Feuerwehrmannes

Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl von der CSU zeigte sich empört über die Tat. Auf Facebook drückte er den Hinterbliebenen sein Beileid aus und rief dazu auf "solidarisch Haltung zu zeigen und sich zu Gewaltfreiheit und unseren Werten zu bekennen".

Polizei fahndet nach Tätern von Augsburg

Nach den Tätern fahndet eine 20-köpfige Ermittlergruppe. Aufschluss erhoffen sich die Ermittler von Bild- und Video-Material. Die Frau des Opfers ist derzeit nicht vernehmungsfähig.