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Getarnter Rechtsextremer in Scheßlitz nicht gewählt | BR24

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Bei den Kommunalwahlen in Bayern wollte sich ein Rechtsextremer in Scheßlitz über eine Bürgerliste in den Stadtrat wählen lassen.

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    Getarnter Rechtsextremer in Scheßlitz nicht gewählt

    Ein Rechtsextremer, der bei den Kommunalwahlen auf einer unabhängigen Bürgerliste in Scheßlitz im Landkreis Bamberg angetreten war, ist nicht in den Stadtrat gewählt worden. Das geht aus dem offiziellen Endergebnis der Stadt hervor.

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    Der Plan ist fehlgeschlagen - der Rechtsextreme, der versucht hatte, verdeckt über eine unverfängliche Bürgerliste in die lokale Politik einzusteigen, hat es nicht in den Scheßlitzer Stadtrat geschafft. Der Mann kandidierte auf dem aussichtsreichen Listenplatz vier und wurde auf den letzten Platz heruntergewählt. Zuvor hatten BR-Recherchen das Vorgehen des Rechtsextremen aufgedeckt. Der Mann ist Aktivist der Neonazi-Partei "Der Dritte Weg" und war auf der unabhängigen Bürgerliste "Freie Liste Scheßlitz" für die Kommunalwahlen angetreten.

    Freie Liste Scheßlitz distanzierte sich

    Die "Freie Liste Scheßlitz" wusste laut eigenen Angaben nichts von der rechtsextremen Betätigung des Mannes und distanzierte sich auf BR-Anfrage Mitte Februar von ihrem Kandidaten. Bis zur Wahl wurde der Mann von der Liste nicht mehr beworben. Experten sahen in der Kandidatur eine Gefahr. Wenn der Kandidat in den Scheßlitzer Stadtrat eingezogen wäre, hätte die Neonazi-Partei "Der Dritte Weg" damit ihr erstes Mandat in Bayerns Kommunalparlamenten errungen.

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