BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Gesundheitsministerium warnt vor Allergie-Pflanze Ambrosia | BR24

© BR

Bei einem Ortstermin in Georgensgmünd sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU), dass man die Ausbreitung der Pflanze Ambrosia so weit wie möglich stoppen müsse.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Gesundheitsministerium warnt vor Allergie-Pflanze Ambrosia

Mit der Ambrosia steht eine der gefährlichsten Allergie-Pflanzen kurz vor der Blüte. Das Bayerische Gesundheitsministerium warnt aus diesem Anlass vor dem unscheinbaren Gewächs, das auch Asthmaanfälle und weitere Erkrankungen auslösen kann.

Per Mail sharen

Die Pollen der Ambrosia können bei Menschen "heftige allergische Reaktionen auslösen", sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Nachmittag bei der Besichtigung eines großen Ambrosia-Pflanzenbestands auf einem Feld nahe Georgensgmünd.

Nicht nur für Allergiker gefährlich

Die Pollen der Pflanze mit den feinen, viel gezackten Blättern können unter anderem Bindehautentzündungen, Heuschnupfen oder Asthmaanfälle auslösen. Nicht nur Allergiker reagieren auf die Ambrosia, sondern oftmals auch gesunde Menschen. Ihr Allergie-Potenzial sei fünfmal so hoch wie bei Gräser-Pollen.

Ausbreitung von Ambrosia stoppen

Seit 2007 wird die Ausbreitung der ursprünglich aus Nordamerika stammenden Pflanze mithilfe eines Monitoring-Programms in Bayern überwacht und bekämpft. Ziel ist es, die Ausbreitung der Pflanze "so weit wie möglich zu stoppen", so Huml. So sei es etwa bereits gelungen, dass sich Ambrosia nicht wie in vielen südeuropäischen Ländern explosionsartig, sondern nur langsam ausbreitet. Ein Problem dabei sei auch, dass die Pollen der Pflanze im Boden bis zu 70 Jahre überleben können.

Landkreis Roth: starkes Ambrosia-Gebiet

Mit Blick auf die Ausbreitung sagte Huml, gebe es aktuell in Bayern 509 Gebiete, in denen größere Ambrosia-Bestände dokumentiert sind. Der Landkreis Roth ist dabei eine der am stärksten betroffenen Regionen des Freistaats. Ambrosia wächst vor allem in wenig bewachsenen Bereichen, in denen kürzlich die Erde umgepflügt oder umgegraben wurde, wie etwa auf Baustellen, teils auf Feldern oder auch einfach am Straßenrand.

Hilfe der Bevölkerung erbeten

Im Kampf gegen die Allergie-Pflanze bittet Huml auch um Mithilfe aus der Bevölkerung. Wer eine Ambrosia-Pflanze beispielsweise im eigenen Garten entdeckt, könne sich zunächst beim Landratsamt rückversichern und solle das Gewächs dann mit Gummihandschuhen samt Wurzel ausreißen und in einem Plastikbeutel im Hausmüll entsorgen.