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Gesundheitsministerium: Langlaufen in der Natur ist erlaubt | BR24

© picture-alliance / ZB | Wolfgang Thieme

Das bayerische Gesundheitsministerium klärt auf: Langlaufen ist in freier Natur erlaubt - trotz des Teil-Lockdowns

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    Gesundheitsministerium: Langlaufen in der Natur ist erlaubt

    Der verlängerte Teil-Lockdown in Bayern sorgt bei den Wintersportlern für Unsicherheit. Skifahren geht nicht, die Lifte sind entsprechend geschlossen. Und Langlaufen? Das bayerische Gesundheitsministerium klärt auf: Langlaufen ist erlaubt.

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    Von
    • Julia Kammler

    Langlaufen in der freien Natur ist trotz der Corona-Pandemie erlaubt - allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands. Das stellt das Bayerische Gesundheitsministerium klar.

    Nur in der freien Natur, nicht aber in Sportstätten

    In einer E-Mail an den Bayerischen Rundfunk schränkt der leitende Ministeriumssprecher, Jörg Säuberlich, allerdings ein, dass das nur für das Langlaufen in der freien Natur, also außerhalb von Sportstätten gestattet ist. Das gelte auch, wenn eine Langlaufloipe in der freien Natur vorgespurt wurde.

    "Eine solche vorgespurte Loipe stellt für sich genommen keine "Sportstätte" im Sinne des § 10 Abs. 3 Satz 1 der Neunten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (9. BayIfSMV) dar" Jörg Säuberlich, Leitender Pressesprecher des Bayerischen Gesundheitsministeriums

    Auch Skitouren sind demnach in der freien Natur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands zulässig. Eine entsprechende Antwort hatte auch der Grünen-Abgeordnete Max Deisenhofer bekommen, der am Donnerstag eine Anfrage an die bayerische Staatsregierung gestellt hatte.

    Untersagt ist laut der Mitteilung allerdings das Langlaufen in sogenannten "Sportstätten", hierzu gehören insbesondere zugangsbeschränkte Sportanlagen –, wie etwa eine in sich geschlossene Langlauf- oder Biathlonstrecke oder -arena mit entsprechender Sportstätteninfrastruktur, heißt es weiter.

    Geschlossene Lifte als Gefahr?

    Zuletzt hatte sich insbesondere an der Möglichkeit des Skitourengehens ein Streit wegen Sicherheitsbedenken entzündet. Die Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, Elisabeth Koch, hatte sich in einem Brief an Ministerpräsident Söder gewandt. Ohne Bergbahnen sei unklar, wie angesichts steigender Zahlen von Tourengehern Rettungskräfte bei Unfällen am Berg rasch zu Verletzten kommen sollten, schrieb die CSU-Politikerin am Donnerstag an ihren Parteikollegen in der Staatskanzlei. Die Bergwacht hält diese Bedenken allerdings für unbegründet.

    Widerstand gegen Skilifte-Schließung

    Auch zahlreiche Wintersportverbände und Bergbahnbetreiber protestieren gegen die Schließung der Liftanlagen. Sie fordern die schnellstmögliche Öffnung alpiner Skigebiete und der bayerischen Wintersportstätten. Denn: Wintersport dürfe von der Politik nicht mit Party-Tourismus gleichgesetzt werden.

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