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Hebammen im Nürnberger Klinikum
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Autoren

Marion Christgau
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Hebammen im Nürnberger Klinikum

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) will einen Aktionsplan zur besseren Hebammenversorgung im Freistaat erarbeiten. Das Beispiel eines hebammengeleiteten Kreißsaales in Vilsbiburg könne dafür Vorbild sein, so Huml.

"Beim interdisziplinären Arbeiten, das den Hebammen wieder Freude macht an der Arbeit, könnten wir uns noch weiterentwickeln." Melanie Huml (CSU), Bayerns Gesundheitsministerin

Hebammen gehen eher in die Geburtsvorbereitung

Damit überall im Land genug Hebammen gute Arbeitsbedingungen vorfänden, müssten alle Beteiligten vom Bund über das Land bis hin zu den Kommunen zusammenarbeiten, so Huml. Etliche Hebammen gingen nach der Ausbildung nicht in den Kreißsaal, sondern in die Geburtsvorbereitung und die Nachsorge.

"Wir wollen mit einer Akademisierung der Ausbildung erreichen, dass die Hebammen sich nach der Ausbildung auch zutrauen, Geburten zu betreuen. Das erscheint mir wichtig, dass wir hier niemanden verlieren." Melanie Huml (CSU), Bayerns Gesundheitsministerin

Auch sollen teilzeitarbeitende Hebammen ihrer Ansicht nach motiviert werden, ihre Arbeitszeit aufzustocken. Dazu sollen sie laut Huml von Tätigkeiten entlastet werden, die auch andere übernehmen können.

Viele Verbesserungen schon erreicht

Zum Teil müssten Hebammen nachts die Reinigungsarbeiten selbst übernehmen, hieß es beim Hebammengipfel. Huml betonte, dass bereits viele Verbesserungen erreicht seien. "Wir hatten heute einen sehr konstruktiven Austausch", so Huml. Zum runden Tisch waren Vertreter von Hebammen, Krankenhäusern, Krankenversicherungen sowie Kommunalpolitikern zusammengekommen.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml heute in Nürnberg

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml heute in Nürnberg