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Bildrechte: picture alliance/dpa | Matthias Balk

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek kann sich vorstellen, dass aufgrund der steigenden Inzidenz die Schulen demnächst wieder schließen müssen. "Ich will es jetzt noch nicht abschließend bewerten..."

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Holetschek hält erneute Schulschließungen für möglich

Aufgrund der steigenden Corona-Inzidenz schließt Bayerns Gesundheitsminister Holetschek erneute Schulschließungen nicht mehr aus. Auch eine Testpflicht könne er sich vorstellen. Um alle Lehrer schnell zu impfen, gebe es nicht genug Impfstoff.

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Von
  • Caroline von Eichhorn

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek kann sich vorstellen, dass aufgrund der steigenden Inzidenz die Schulen demnächst wieder schließen müssen. „Ich will es jetzt noch nicht abschließend bewerten, aber ich sage nur: Die Inzidenz steigt, die Neuinfektionen gehen rauf, die britische Mutation ist vorherrschend, die ist wesentlich ansteckender. Da muss man genau hinschauen“, sagte der bayerische Gesundheitsminister und Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz im Interview mit dem gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF am Donnerstag.

Nötige Schlussfolgerungen im bayerischen Kabinett

Auf die Frage hin, warum nicht mehr getestet wird, wie etwa in Österreich, wo in den Schulen zweimal, in den Grundschulen sogar dreimal die Woche, getestet wird, sagte er: „Wir haben in Bayern sehr viele Antigen-Schnelltests bestellt, gekauft und ausgeliefert. Wir werden ein engmaschiges Testregime fahren. Wir werden uns nächste Woche im bayerischen Kabinett unterhalten und die nötigen Schlussfolgerungen ziehen.“

Testpflicht als sehr gute Option

Eine Testpflicht für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler kann sich Klaus Holetschek sehr gut vorstellen. „Man muss den rechtlichen Rahmen sehen, was machbar ist. Freiwilligkeit ist prinzipiell nicht verkehrt und auch richtig, aber die Bereitschaft zum Testen war nicht so hoch, wie ich es erwartet hätte.

“Um alle Lehrkräfte zu impfen, gäbe es derzeit noch nicht genug Impfstoff. „Wir haben kaum noch Reserven. Wir setzen alles ein, es wird alles möglichst schnell verimpft“, sagte Holetschek.

Holetschek setzt auf Biontech

In Sachen Impfung fordert er eine schnelle Entscheidung der Ständigen Impfkommission (Stiko), ob für die Zweitimpfung bei einer Erstimpfung mit Astrazeneca ein anderer Impfstoff eingesetzt werden kann. Bei den unter 60-Jährigen, die demnächst ihre Erstimpfung bekommen, versuche das Gesundheitsministerum, andere Impfstoffe einzusetzen. „Ich setze sehr auf Biontech, weil ich weiß, dass das Werk in Marburg hochfährt und produziert“, sagte Holetschek.

Dennoch schließt Holetschek eine Astrazeneca-Impfung auch für unter 60-Jährige nicht aus. „Es ist wichtig, dass in dem Fall der Arzt einbezogen wird“, sagte er.

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