BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR/Katharina Häringer
Bildrechte: BR/Katharina Häringer

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) wollte in Bad Füssing noch keine falschen Hoffnungen auf baldige Öffnungsperspektiven machen.

25
Per Mail sharen

    Holetschek: Keine Öffnungsperspektive für Heilbäder

    Ernüchterung im Bäderdreieck: Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) konnte am Freitag in Bad Füssing den Bayerischen Heilbädern keine Öffnungsperspektive bieten. Es sei noch zu früh, er wolle keine falschen Hoffnungen machen, sagte er.

    25
    Per Mail sharen
    Von
    • Katharina Häringer

    In Europas meistbesuchtem Kurort Bad Füssing hatten viele gehofft, dass Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag eine Öffnungsperspektive in Aussicht stellt. "Ich weiß, dass sich die Leute hier für die Gesundheit anderer engagieren. Aber ich kann keine falschen Hoffnungen schaffen", sagte Holetschek bei seinem Besuch.

    Holetschek: Es ist noch zu früh

    Er wisse, dass bald Perspektiven geschaffen werden müssten. Aber heute, mitten in der dritten Welle, sei es dafür zu früh. Er wolle sich aber von den Konzepten des Kurorts inspirieren lassen und Ideen mit nach München nehmen.

    Kurort stellt Hygienekonzept vor

    Bad Füssings Bürgermeister sowie Hoteliers stellten dem Minister das Hygienekonzept für den Badeort vor. Zum Beispiel sollen auf der Kur- und Gästekarte Impfstatus und Testergebnisse gespeichert werden können. So soll eine Eintrittskarte geschaffen werden für Heilbäder und Gastro. Bad Füssings Bürgermeister Tobias Kurz (BEW) hatte zumindest auf ein Signal in Richtung Öffnung gehofft. Der Kurort hatte sich dafür beworben, Modellregion zu werden und unter strengen Auflage öffnen zu dürfen.

    "Verheerende Situation"

    Etliche Kur- und Heilbäder in Bayern hatten kürzlich eine klare Öffnungsstrategie gefordert und auf ihren Beitrag zur körperlichen und seelischen Gesundheit vieler Menschen sowie auf die zahlreichen Arbeitsplätze verwiesen. Kurorte und Badbetreiber seien - wie viele andere Branchen - von den Folgen der Pandemie schwer getroffen, hatte Alois Brundobler, Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbandes (HBV) in Bad Füssing gesagt. "Die Situation ist verheerend."

    Milliardengeschäft Kur

    Holetschek betonte ebenfalls die wirtschaftliche Bedeutung der Heilbäder und Kurorte: Einer Studie aus dem Jahr 2019 zufolge hätten im Jahr 2016 knapp 2,6 Millionen Patienten im Freistaat Leistungen der medizinischen Rehabilitation in Anspruch genommen. Der Jahresumsatz der rund 4.900 bayerischen Reha-Betriebe lag demnach bei etwa 2,6 Milliarden Euro.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!