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Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich im Regensburger Presseclub besorgt gezeigt über die Ausbreitung von Coronavirus-Mutationen. In Niederbayern und der Oberpfalz mache die britische Variante Sorgen.

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Gesundheitsminister Holetschek besorgt wegen Virus-Mutationen

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich im Regensburger Presseclub besorgt über die Ausbreitung von Coronavirus-Varianten gezeigt. In Niederbayern und der Oberpfalz tritt zunehmend die britische Mutante auf.

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Von
  • Marcel Kehrer

In Niederbayern und der Oberpfalz wird zunehmend die sogenannte britische Variante des Corona-Virus' nachgewiesen, die als ansteckender und möglicherweise auch gefährlicher gilt. Besonders deutlich sehe man das in Grenzlandkreisen wie Tirschenreuth, erläuterte Gesundheitsminister Holetschek am Mittwochabend in einer Online-Konferenz des Regensburger Presseclubs.

Holetschek: "Ansteckungsrisiko wesentlich höher"

"Das ist schon eine Gefahr", betont der Minister. "Man soll ja nicht Panik oder Angst verbreiten, aber die Virologen sagen schon, das Ansteckungsrisiko ist wesentlich höher und möglicherweise sind auch die Krankheitsverläufe andere."

Weitere Varianten nicht festgestellt

Holetschek findet: "Das muss einen tatsächlich beunruhigen. Und an der Grenze siehst du das ja noch deutlicher." In Wunsiedel und Tirschenreuth etwa, wo er zuletzt auch für einen Vor-Ort-Termin war. "Mir macht das schon Sorgen." Hauptsächlich haben Tests die britische Virus-Variante festgestellt. Die brasilianischen und die südafrikanischen Mutanten spielen den Ministeriumszahlen zufolge hingegen noch keine Rolle in Niederbayern und der Oberpfalz.

Fälle im Umfeld des Jahn Regensburg

Der Kreis Cham beispielweise verzeichnete vergangene Woche laut Gesundheitsministerium 46 Fälle der britischen Virusmutation, 36 der Kreis Tirschenreuth und 34 der Kreis Schwandorf. Der Kreis Passau kam auf 17 Fälle, Straubing-Bogen auf zehn.

Auch mindestens vier der infizierten Personen beim Fußball-Zweitligisten SSV Jahn Regensburg hatten sich die britische Variante eingefangen.

"Erarbeitetes nicht riskieren"

Die Kunst sei nun, den Wunsch der Gesellschaft nach mehr Normalität mit der notwendigen Vorsicht zusammenzuführen. Man dürfe nicht "alles riskieren, was wir uns mühsam erarbeitet haben", mahnte Holetschek mit Blick auf mögliche Lockerungen des Lockdowns. Die Inzidenz in Bayern stagniere, "wir waren schonmal weiter unten", so Holetschek.

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