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Gestatten, Doktor Satansohn | BR24

© Filmmuseum München

Star der Stummfilmtage: Ernst Lubitsch

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    Gestatten, Doktor Satansohn

    Ernst Lubitsch war in der Zeit um 1940 ein berühmter Regisseur. Dass er aber auch als junger Mann ein gefragter Darsteller war, daran erinnern jetzt die Münchner Stummfilmtage. Und das hat das Festival sonst noch zu bieten. Von Sonja Esmailzadeh.

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    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold – ein Motto, das auf die diesjährigen Internationalen Stummfilmtage in München zutrifft: Über die Leinwand flimmern bis 9. September Klassiker und Raritäten, die aufwändig restauriert und digitalisiert wurden. Darunter etwa eine chinesische Bestseller-Verfilmung, die zum ersten Mal in Deutschland gezeigt wird: „Liebe und Pflichten“ aus dem Jahr 1931.

    "Da kann man nur staunen"

    Seitdem hat sich viel verändert - eine eingestaubte Kunst sind Stummfilme deswegen aber noch lange nicht, meint Christoph Michel vom Münchner Filmmuseum. "Diese Filme sind in einer Zeit entstanden, als die Erzählweisen noch nicht so routiniert und kodifiziert waren, als sich die Filme noch nicht alle so ähnlich sahen", sagt er. "Da kann man oft nur staunen, was für kühne Schritte und Erzähltechniken da kommen. Es ist wirklich ganz hinreißend."

    Ernst Lubitsch ist Dr. Satansohn

    Eröffnet werden die Stummfilmtage heute um 19 Uhr im Münchner Filmmuseum mit Edmund Edels „Doktor Satansohn“ aus dem Jahr 1916 – untermalt mit Live-Musik von Richard Siedhoff. Die Titelrolle dieser deutschen Verwechslungskomödie spielt Ernst Lubitsch. Als schwarzer Magier Dr. Satansohn bietet er einer älteren Frau an, sie in ihre eigene Tochter zu verwandeln. Einzige Bedingung: sie darf nie wieder einen Mann küssen...