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ÖDP-Politikerin Agnes Becker, die Initiatorin des Volgsbegehrens "Rettet die Bienen"
© pa/dpa/Matthias Balk
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ÖDP-Politikerin Agnes Becker, die Initiatorin des Volgsbegehrens "Rettet die Bienen"

Agnes Becker (ÖDP) aus Wegscheid (Lkr. Passau), die Initiatorin des Volksbegehrens "Rettet die Bienen", ist sehr zufrieden, dass die bayerische Regierungskoalition den Gesetzentwurf genauso übernehmen will. Sie bezeichnet das als "Erfolg auf der ganzen Linie." Nüchterner betrachtet sei es ein Sieg der Vernunft, ein großer Tag für Arten- und Naturschutz in Bayern, sagt sie.

"Wir sind überglücklich, dass wir diesen buchstäblich umwerfenden Druck auf die Landespolitik aufbauen konnten" Agnes Becker (ÖDP)

Becker glaubt nicht an radikale Veränderung in der Landwirtschaft

Ein großes Bündnis habe es geschafft, dass jetzt ein großes Investitionsprogramm für eine naturverträgliche Landwirtschaft beginnen könne, so Becker im BR-Interview. An eine radikale Veränderung in der Landschaft glaubt die ÖDP-Politikerin allerdings nicht. Dazu bräuchte es eine Agrarwende und eine ganz andere Förderpolitik auf EU-Ebene.

"Aber was wir in Bayern geschafft haben, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Da können wir stolz drauf sein. Dass jetzt die Freiwilligkeit im Artenschutz in Bayern ein Ende hat und dass wir gute Gesetzte kriegen, die für den Artenschutz was bringen, da bin ich saustolz drauf." Agnes Becker (ÖDP)

Dass die Landwirte beim Runden Tisch in allen Punkten eingelenkt hätten, freut Becker. Allerdings sei im Gesetzentwurf nichts drin gewesen, was unüberbrückbar gewesen wäre.

Lob für Moderator Alois Glück

Ein Lob gab es von der 38-Jährigen für Alois Glück, der den Runden Tisch moderierte. Er habe immer den Eindruck erweckt, dass er das Problem Artenschutz ernsthaft angehen will. Becker wörtlich: "Da hat Herr Glück sich einen Sack an Arbeit ans Bein gebunden. Respekt! Ich kann ihm nur persönlich dafür danken."

Pressekonferenz am Nachmittag

Sieben Wochen nach dem Erfolg des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" haben die Landtagsfraktionen von CSU und Freien Wählern beschlossen, den Gesetzentwurf im Landtag unverändert anzunehmen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) versprach am Mittwochnachmittag in München, der Entwurf des Volksbegehrens werde "eins zu eins" verabschiedet. In einem weiteren Gesetz und in Ausführungsbestimmungen sollen aber kritische Punkte angepasst und geregelt werden.