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Geschäftsführer der "Aktion Hoffnung" verurteilt | BR24

© BR / Thomas Pösl

Container der Aktion Hoffung

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    Geschäftsführer der "Aktion Hoffnung" verurteilt

    Das Augsburger Amtsgericht hat den Geschäftsführer der katholischen Hilfsorganisation „Aktion Hoffnung“ zu einer Geldstrafe von 10.800 Euro wegen Sozialbetrugs verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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    180 Tagessätzen zu je 60 Euro - das sind 10.800 Euro - verhängte das Gericht gegen den 41-Jährigen, weil er zwei Fahrer in 38 Fällen als Scheinselbständige beschäftigt hatte. Damit sei den Sozialkassen ein Schaden von rund 50.000 Euro entstanden.

    "Er wollte nicht betrügen"

    Der 41-jährige Geschäftsführer hatte eingestanden, die Fahrer eingestellt zu haben, sagte aber, dass er rechtlich falsch beraten worden sei. Er dachte, dass alles rechtens sei, "er wollte nicht betrügen", so der Anwalt des Angeklagten. Das Unternehmen habe laut dem Anwalt bereits 244.000 Euro als freiwillige Schadenswiedergutmachung bezahlt.

    Der Schaden war in der Anklageschrift mit knapp 168.000 Euro beziffert worden, doch dann deutlich nach unten korrigiert worden. Drei der ursprünglich fünf angeklagten Fälle wurden seitens des Gerichts eingestellt. Hierbei habe es sich um "absolute Grenzfälle bei der Frage: Scheinselbständigkeit Ja oder Nein?" gehandelt, so das Gericht. Die Staatsanwaltschaft hatte eine achtmonatige Bewährungsstrafe gefordert. Die Verteidigung hingegen hatte eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen beantragt.

    Altkleidersammlung für soziale Zwecke

    Die von der Diözese Augsburg unterstützte Aktion Hoffnung hat im gesamten Bistum und auch in Bayern Altkleidercontainer aufgestellt. Die eingesetzten Fahrer waren damit beschäftigt, den Inhalt der Container zur Sortierung in einen Betrieb nach Ettringen im Unterallgäu zu transportieren. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.