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Geschäft "Klopapier & Fashion" weiter geöffnet | BR24

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Bildrechte: BR/Katharina Häringer

Seit zwei Wochen ist der "Klopapier & Fashion"-Store in Freyung geöffnet. Die Behörden prüfen das noch immer. Ab Montag gelten dann ohnehin andere Regeln für den Einzelhandel.

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Geschäft "Klopapier & Fashion" weiter geöffnet

Seit zwei Wochen ist der "Klopapier & Fashion"-Store in Freyung nun geöffnet. Noch immer prüfen die Behörden, ob sie die Schließung anordnen müssen. Wenn bis heute keine Entscheidung vorliegt, lässt der Geschäftsinhaber seinen Laden weiter offen.

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Von
  • Katharina Häringer
  • BR24 Redaktion

Klopapier zwischen T-Shirts und Blusen - die Geschäftsidee von Norbert Kremsreiter, der so sein Modegeschäft in der Corona-Pandemie und während des eigentlichen Lockdowns geöffnet hat. Seit zwei Wochen empfängt der "Klopapier & Fashion"-Store in Freyung Kunden. Die Behörden prüfen noch immer, ob sie den Laden im Landkreis Freyung-Grafenau nicht dicht machen müssen. Wenn allerdings bis heute keine Entscheidung vorliegt, lässt Unternehmer Kremsreiter seinen Laden einfach offen.

Bußgeld für eine Woche

Wäre das Gerichtsurteil zur Öffnung der Schuhgeschäfte nicht gekommen, hätte das Landratsamt in Freyung die Schließung angeordnet, teilt ein Pressesprecher mit. Denn zum damaligen Zeitpunkt sei die Öffnung nicht rechtens gewesen. "Der Verkauf von Waren, die über das übliche Sortiment des jeweiligen Geschäfts hinausgehen, ist untersagt", heißt es im Infektionsschutzgesetz. Für die erste Woche der Geschäftsöffnung erwartet Norbert Kremsreiter nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren samt Bußgeld. Wie hoch das ausfallen wird, dazu macht das Landratsamt keine Angaben.

Neben Klopapier jetzt auch Schuhe

Da der Geschäftsmann nach dem Gerichtsurteil Schuhe ins Sortiment aufgenommen hat, prüft jetzt die Regierung von Niederbayern, ob Kremsreiter nur den Bereich "Schuhe" oder den gesamten Betrieb hätte öffnen dürfen. Die Entscheidung hängt davon ab, ob mehr als 50 Prozent des Sortiments aus Schuhen besteht. Sollten die Behörden zu der Auffassung kommen, Kremsreiter hätte nur die Schuh-Abteilung öffnen dürfen, könnte ein weiteres Bußgeld auf ihn zukommen.

Geschäftsöffnung war lukrativ

Kremsreiter gibt sich im BR-Gespräch entspannt. Er warte das Schreiben der Behörden ab und lasse es von seinem Anwalt prüfen. Finanziell hat sich die Öffnung für den Unternehmer bislang gelohnt. "Vom Umsatz sind wir auf einem Niveau von vor der Pandemie", sagt er. Auf die neuen Regeln ab Montag hat sich Kremsreiter bereits vorbereitet. 1.000 Schnelltests kamen bereits bei ihm an.

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