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Gerolzhofen: Große Hilfsbereitschaft für ausgewiesene Familie | BR24

© Andrii Borysevych

Kateryna Borysevych und Andrii Borysevych

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    Gerolzhofen: Große Hilfsbereitschaft für ausgewiesene Familie

    Die Unterstützung in Gerolzhofen für eine in die Ukraine ausgewiesene Familie ist groß. Freunde starteten eine Internetpetition, um zu erreichen, dass die gut integrierte Familie, die am Donnerstag Deutschland verlassen musste, zurückkehren darf.

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    Kateryna Borysevych, ihr Mann Andrii und die elfjährige Tochter Sophia waren 2014 wegen des Krieges aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet und lebten seitdem in Gerolzhofen im Landkreis Schweinfurt. Am 28. November musste die Familie ihre Sachen packen - sie wurde nach fünf Jahren in Deutschland ausgewiesen. Alle drei hatten sich nach Ansicht der Gerolzhöfer mustergültig im Ort eingefügt.

    (Anmerkung: In einer früheren Version war von einer "Abschiebung" der Familie die Rede. Die Regierung von Unterfranken bemerkt dazu, dass die Familie nicht abgeschoben wurde, sondern nach einer Rückkehrberatung und mit staatlicher Unterstützung am 28. November von einer sogenannten "freiwilligen Ausreise" Gebrauch gemacht hat.)

    Familienvater bekam Arbeitsvertrag angeboten

    Nach der Ausreise der Familie Borysevych startete Georg Escheu, ein Freund der Familie, eine Online-Petition. Ein Facebookeintrag wurde bereits mehr als 200 Mal geteilt. Eine KFZ-Werkstatt im Ort garantierte Vater Andrii außerdem einen festen Arbeitsvertrag als KFZ-Mechaniker, wenn er nach Deutschland zurückkehren darf.

    Flucht vor bürgerkriegsähnlichen Zuständen

    Andrii Borysevych sollte in der Ukraine zum Militär eingezogen werden. Der gläubige Christ wollte aber nicht als Soldat auf seine Landsleute schießen. In Unterfranken hatte sich die Familie gut integriert. Andrii Borysevych hat drei Jahre in einer Verpackungsfirma gearbeitet, Kateryna hat im katholischen Kindergarten eine Ausbildung zur Kinderpflegerin angefangen. Die Tochter Sophia hatte wie ihre Eltern fleißig Deutsch gelernt und den Sprung in die Realschule geschafft.

    Die Bleibeperspektiven von Flüchtlingen aus der Ukraine sind zwar generell schlecht. Die Familie setzt ihre Hoffnung aber auf ein Gesetz, das ausländischen Fachkräften die Einreise erleichtern soll und im kommenden März in Kraft tritt.