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Gerolzhofen bleibt Ausbildungsort für Autobahn-Straßenwärter | BR24

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Angehende bayerische Autobahn-Straßenwärter können ihre Ausbildung auch nach 2021 in Gerolzhofen zu Ende bringen. Das haben die Autobahn GmbH und der Freistaat vereinbart.

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Gerolzhofen bleibt Ausbildungsort für Autobahn-Straßenwärter

Angehende bayerische Autobahn-Straßenwärter können ihre Ausbildung auch nach 2021 in Gerolzhofen zu Ende bringen. Das haben die Autobahn GmbH und der Freistaat vereinbart. Die langfristige Zukunft des Ausbildungsstandorts ist allerdings noch unklar.

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Sie sichern Baustellen ab, bessern Bodenschäden aus, stellen Schilder auf und pflegen Grünflächen: Drei Jahre dauert die Ausbildung zum Autobahn-Straßenwärter, die momentan in Gerolzhofen im Landkreis Schweinfurt rund 60 Personen aus ganz Bayern durchlaufen. Doch ab 2021 übernimmt die bundesweite Autobahn GmbH sämtliche Verwaltungsaufgaben der deutschen Autobahnen. Die Zukunft der Autobahn-Straßenwärter-Ausbildung in Gerolzhofen war und ist damit ungewiss.

Doch zunächst gibt es gute Nachrichten für den Standort: Angehende bayerische Straßenwärter können ihre Ausbildung in Gerolzhofen zu Ende führen, auch wenn sie ihre Abschlussprüfungen erst nach dem 1. Januar 2021 schreiben.

Freistaat und Autobahn GmbH kooperieren

Das gewährleistet eine Vereinbarung, die zwischen der Autobahn GmbH und dem Freistaat Bayern getroffen wurde. Darin beauftragt die Autobahn GmbH die überbetriebliche Ausbildungsstätte in Gerolzhofen mit der weiteren Ausbildung der Straßenwärter – zunächst für die Jahrgänge 2018 bis 2020. Wie es mit der Ausbildung der kommenden Jahrgänge weitergeht, ist hingegen noch nicht entschieden.

Die möglichen Änderungen bei der Ausbildung ergeben sich dadurch, dass der Betrieb der deutschen Autobahnen ab 2021 nicht mehr Ländersache ist. Dann übernimmt die Autobahn GmbH sämtliche Verwaltungsaufgaben – und damit auch die Ausbildung für Autobahn-Straßenwärter.

Staatssekretär Eck: "Gute Nachrichten für Ausbildungsstandort"

"Es sind gute Nachrichten für den Ausbildungsstandort Gerolzhofen und ein deutliches Signal der Wertschätzung an unsere Auszubildenden", sagt Gerhard Eck (CSU), Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium. Gerolzhofen war einst ein Außenstützpunkt der Straßenmeisterei Schweinfurt. Seit 1995 ist Gerolzhofen offizieller Standort für die überbetriebliche Ausbildung bayerischer Straßenwärter.

Hoher Zulauf beim Ausbildungsberuf Straßenwärter

Pro Lehrjahr fangen etwa 100 Auszubildende mit der Ausbildung zum Straßenwärter in Gerolzhofen an. Die Autobahn-Straßenwärter stellen allerdings nur einen Teil von ihnen. Denn die Auszubildenden können nach Abschluss in verschiedenen Bereichen tätig werden. Laut Ausbildungsleiter Frank Schmitt arbeiten rund 50 Prozent der Absolventen später in Kommunen und Gemeinden, 30 Prozent in staatlichen Meistereien und 20 Prozent auf Autobahnen.

Nachwuchssorgen hat Schmitt momentan nicht. Im aktuellen Jahrgang seien sogar vier Klassen mit jeweils etwa 30 Azubis notwendig gewesen. Bislang waren es immer drei Klassen pro Jahrgang. "Wir bemerken da schon einen Zulauf, gerade im Bauhandwerk", sagt Schmitt.

Erweiterung der Ausbildungsstätte in Gerolzhofen geplant

Trotz der nicht ganz sicheren Zukunft, sind die Verantwortlichen in Gerolzhofen optimistisch. Auch ein Umbau oder eine Erweiterung der Ausbildungsstätte ist geplant. Laut Staatssekretär Eck sind diese Pläne bereits weit fortgeschritten: "Wir hoffen sehr, dass bereits 2021/2022 mit dem Bau begonnen werden kann". Auch das Schulpersonal soll dann aufgestockt werden.

Die bundesweite Autobahn GmbH wurde im September 2018 gegründet. Zu ihren Aufgaben ab dem 1. Januar 2021 zählen Finanzierung, Bau, Verwaltung und Betrieb der deutschen Autobahnen. Die Zentrale der Autobahn GmbH liegt in Berlin.

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