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Der Skilift im Kreuzthal darf nicht in Betrieb genommen werden, das Verwaltungsgericht Augsburg hat den Eilantrag des Lift-Besitzers abgewiesen

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    Gericht lehnt Eilantrag ab: Skiliftbetrieb bleibt verboten

    Rudi Holzberger will seinen Skilift im Kreuzthal stundenweise vermieten. Deshalb kämpft er schon seit einiger Zeit gegen das Öffnungsverbot. Jetzt muss er einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Das Verwaltungsgericht hat seinen Eilantrag abgewiesen.

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    Von
    • Andrea Trübenbacher
    • Roswitha Polaschek

    Skilift-Betreiber Rudi Holzberger wollte mit dem Eilantrag erreichen, dass er seinen Skilift im Kreuzthal bei Buchenberg im Oberallgäu stundenweise an Familien und Miteigentümer vermieten darf. Jetzt hat das Verwaltungsgericht Augsburg den Eilantrag abgewiesen. Der Lift liegt direkt an der Grenze zu Baden-Württemberg, dort ist die Vermietung von Schleppliften an einzelne Familien erlaubt, in Bayern nicht.

    Der Skilift bleibt geschlossen - wegen einer bayerischen Verordnung

    Das Landratsamt Oberallgäu hat dem Lift-Besitzer die Genehmigung mit Hinweis auf die Bayerische Infektionsschutzverordnung verweigert. Das Verwaltungsgericht begründet seine Entscheidung damit, dass es sich bei der Vermietung des Skilifts um ein gewerbliches Freizeitangebot handelt, das nach der Bayerischen Infektionsschutzverordnung nicht angeboten werden dürfe. Außerdem falle der Lift unter das Verbot für den Betrieb von Seilbahnen, weil der Schlepplift nach den Bestimmungen des Bayerischen Eisenbahn- und Seilbahngesetzes eine Seilbahn sei.

    Gegen den Beschluss kann nach Angaben des Verwaltungsgerichts innerhalb von zwei Wochen Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingelegt werden.

    Holzbergers Kampf um die Öffnung seines Skilifts

    Holzberger hat vor seinem Eilantrag ein juristisches Gutachten erstellen lassen. Das sollte belegen, dass der stundenweise Betrieb des Lifts trotz Corona möglich wäre. Das Landratsamt Oberallgäu ist aber trotz des Gutachtens nicht von seiner Meinung zur Liftöffnung abgerückt. Holzberger betonte in dem Zusammenhang, dass der Skihang trotz des Verbots gut frequentiert werde, von Skitouren- und Schneeschuhgehern sowie etlichen Schlittenfahrern. Und diese Gruppen kümmerten sich nicht um die Corona-Abstandsregeln.

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    • Roswitha Polaschek
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