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Geplantes Weinfest Bad Kissingen: Heiligenfeld scheitert erneut | BR24

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Vinothek der Heiligenfeld GmbH in Bad Kissingen

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    Geplantes Weinfest Bad Kissingen: Heiligenfeld scheitert erneut

    In Bad Kissingen bleibt es dabei: Die Heiligenfeld GmbH darf am Wochenende um Fronleichnam kein Weinfest durchführen. Der Bauausschuss des Stadtrats hat das Ansinnen gestern abgelehnt – zum zweiten Mal nach einer ersten Abstimmung Anfang Mai.

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    Das Weinfest der Heiligenfeld GmbH darf am Fronleichnam-Wochenende nicht stattfinden. Das hat der Bauausschuss des Stadtrats gestern entschieden. Der Antrag wurde somit bereits zum zweiten Mal abgelehnt.

    Terminüberschneidung mit Offroad-Messe

    Am 8. Mai war die Entscheidung des Gremiums einstimmig gefallen. Diesmal wurde der Antrag mit neun zu zwei Stimmen abgelehnt. Hauptproblem ist der gewünschte Termin. Zur gleichen Zeit findet in Bad Kissingen die weltgrößte Offroad-Messe "Abenteuer & Allrad" statt, die jährlich zehntausende Besucher anlockt. Für die örtlichen Gastronomen ist diese Messe ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

    Kompromiss mit den Gastronomen brachte nichts

    Mehrere angrenzende Lokale hätten für das Weinfest ihre Bestuhlung räumen sollen. Zwar hatte die Heiligenfeld GmbH mitgeteilt, sie habe sich mit den Gastwirten auf ein verträgliches Konzept verständigt. Das genügte den Räten im Bauausschuss aber offensichtlich nicht. Wie Stadtsprecher Thomas Hack dem Bayerischen Rundfunk sagte, spielten bei der Ablehnung auch Sicherheitsaspekte eine Rolle. Die Stadt halte den Termin schlicht für "ungünstig", so Hack.

    Längerer Streit zwischen der Heiligenfeld GmbH und der Stadt

    Das Verhältnis zwischen Stadt und der Heiligenfeld GmbH, die mehrere Kliniken und auch die Regionalvinothek "KissVino" am Marktplatz betreibt, ist seit längerem belastet. Zankäpfel waren zuletzt vor allem der "Wald für die Seele" nahe des Wildparks Klaushof und der Preußische Hof. Für das Waldstück hatte die Stadt der Heiligenfeld GmbH nach Unstimmigkeiten den Nutzungsvertrag gekündigt. Pläne, den Preußischen Hof abzureißen und dort eine Seniorenresidenz zu errichten, wurden aus Ensembleschutzgründen abgelehnt.